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Frauen und Männer im ZukunftsLAND – gemeinsam Chancen nutzen

Borken - 05. Oktober 2011. Die Regionale 2016 und die 33 Gleichstellungsbeauftragten des westlichen Münsterlandes luden am 29.09.2011 zur Fachtagung „Frauen und Männer im ZukunftsLAND“ in das Kreishaus Borken ein, um mit Expertinnen und Experten zu diskutieren, wie die unterschiedlichen Blickwinkel von Frauen und Männern in Projekte einfließen können.

Frauen und Männer haben unterschiedliche Sichtweisen, Lebenslagen und Bedürfnisse. Welche Chancen in der gemeinsamen Betrachtung liegen und wie die unterschiedlichen Perspektiven von Frauen und Männern die Qualität von Projektideen bereichern können, das diskutierten die Regionale 2016 Agentur und die 33 Gleichstellungsbeauftragten des westlichen Münsterlandes gemeinsam mit etwa 100 interessierten Gästen im Rahmen der Fachtagung „Frauen und Männer im ZukunftsLAND – Neue Qualitäten für Leben und Arbeiten in der Region“. Im ersten Teil der Veranstaltung fanden Fachvorträge und eine Podiumsdiskussion statt. Anschließend gab es kleine Workshops, in denen drei Projektideen der Regionale 2016 vorgestellt wurden: „KUBAai – Kulturquartier Bocholter Aa und Industriestraße“, „WasserBurgenWelt Lüdinghausen“ und „Älter werden im ZukunftsDORF – leben und lernen über Generationen“.

Landrat Dr. Kai Zwicker hob den Nutzen für die Projekte hervor, wenn der Blick für unterschiedliche Bedürfnisse geschärft würde. Es sei wichtig, diese Chancen zu nutzen, sagte Zwicker. Regionale-Geschäftsführerin Uta Schneider unterstrich, dass die Zusammenarbeit mit den Gleichstellungsbeauftragten dazu beitragen könne, die Qualität von Projekten zu bereichern. Heike Wichmann, Gleichstellungsbeauftragte des Kreises Coesfeld, ergänzte: „Wir wollen die Projektträger und Verantwortlichen für das Thema Chancengleichheit im Regionale-Prozess sensibilisieren.“

Fachleute aus verschiedenen Bereichen berichteten über ihre Erfahrungen und gaben Denkanstöße zum Thema Chancengleichheit. Cornelia Aßhorn-Waiz, Referentin im Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes NRW, zeigte anhand von Daten, dass ein Großteil der Frauen in NRW gerne stärker beruflich gefordert werden möchte. Das Problem: Haushalt, Pflege und Kinder sind noch immer eher Aufgabe der Frau. Das Land NRW wolle daher Lösungen finden, Beruf und Familie besser zu vereinbaren. Matthias Lindner, Bereichsleiter für Genderpolitik bei der ver.di-Bundesverwaltung Berlin, verdeutlichte anhand praktischer Beispiele, wie die verschiedenen Bedürfnisse der Geschlechter zu unterschiedlichen Ergebnissen führen können. Er forderte, Väter gezielter anzusprechen, um zu zeigen, dass das Thema auch sie betrifft. Architekturprofessorin Barbara Zibell von der Leibniz Universität Hannover formulierte es so: „Wir müssen alle Potenziale zusammen nutzen, männliche und weibliche Perspektiven miteinander verbinden.“ Auf die Regionale bezogen betonte sie: „Leuchtturmprojekte ja, aber auch der Lebensalltag der Menschen vor Ort sollte mitgedacht werden.“

Durch die Veranstaltung führte WDR-Moderator Matthias Bongard, der mit seinen Fragen und pointierten Anmerkungen besondere Akzente setzte.

Zu dieser Meldung können wir Ihnen folgende Medien anbieten:

Frauen und Männer im ZukunftsLAND - Podiumsdiskussion


Podiumsdiskussion: Von rechts: Moderator Matthias Bongard mit Cornelia Aßhorn-Waiz (MGEPA NRW), Matthias Lindner (ver.di Berlin), Prof. Dr. Barbara Zibell (Universität Hannover), Anne Grütering-Woeste (Gleichstellungsbeauftragte Stadt Borken), Uta Schneider (Geschäftsführerin Regionale 2016), Matthias Frinken (Architekt, Stadtplaner Hamburg/Berlin). Foto: Anke Schwarze
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Frauen und Männer im ZukunftsLAND - Teilnehmer


Teilnehmer: Teilnehmerinnen/Teilnehmer der Fachtagung "Frauen und Männer im ZukunkftsLAND". Foto: Anke Schwarze
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