Dienstbetrieb im Rathaus wegen Bombendrohung unterbrochen

18. Oktober 2011.

Wegen einer Bombendrohung wurde das Kasseler Rathaus am Dienstagvormittag, 18. Oktober, vorsorglich für knapp zwei Stunden evakuiert. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Kundinnen und Kunden mussten das Gebäude auf Anraten der Polizei verlassen. Der komplette Dienstbetrieb der im Rathaus untergebrachten Ämter und Abteilungen musste eingestellt werden.

Im Servicecenter der Stadt Kassel waren kurz zuvor zwei Anrufe mit der Bombendrohung eingegangen.

Nachdem das Gebäude durch Spürhunde untersucht wurde, konnten die städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Arbeit um 12 Uhr wieder aufnehmen.

Auch die Geduld der Heiratswilligen, die sich an diesem Tag in den Stand der Ehe versetzen lassen wollten, wurde durch die Evakuierung auf die Probe gestellt. Letztendlich hatten die betroffenen Paare jedoch Verständnis, dass die Sicherheit in einem solchen Fall immer vor geht.

Bürgermeister Jürgen Kaiser zeigte sich erleichtert, dass bei der polizeilichen Durchsuchung des Gebäudes keine Sprengkörper gefunden wurden. Zugleich verurteilte er die anonyme Bombendrohung scharf. "Es ist durch nichts zu entschuldigen, mit der Androhung von Gewalt und Schrecken dem Gemeinwesen zu schaden. Leidtragende sind ja nicht nur viele hundert städtische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rathaus, sondern vor allem die Bürgerinnen und Bürger, die am heutigen Vormittag die Leistungen der Stadtverwaltung in Anspruch nehmen wollten."

Für den Fall, dass die Strafverfolgungsbehörden die Verantwortlichen ermitteln, kündigte er an, dass die Stadt den erheblichen Arbeitsausfall geltend machen werde. "Wer in dieser perfiden Weise den öffentlichen Frieden stört, muss für den entstandenen Schaden konsequent zur Rechenschaft gezogen werden - sowohl strafrechtlich als auch zivilrechtlich."

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