Stadt Kassel Logo Internet

Button: Drucken Seite drucken


documenta-Stadt Kassel

Sonderausstellung im Stadtmuseum zu „50 Jahre Anwerbeabkommen mit der Türkei“

26. Oktober 2011. Den 50. Jahrestag des Anwerbeabkommens mit der Türkei nimmt das Kasseler Stadtmuseum zum Anlass für eine Sonderausstellung über angeworbene Arbeitskräfte aus dem Mittelmeerraum zu Zeiten des deutschen Wirtschaftswunders. Eröffnet wird die Ausstellung „Anadolu – Kassel. 50 Jahre Anwerbeabkommen mit der Türkei“ durch Stadtrat Hans-Jürgen Sandrock am Sonntag, 30. Oktober, um 11.30 Uhr in der Schaustelle des Museums, Wilhelmsstraße 2.

Die aktuelle Schau präsentiert beispielsweise persönliche Erinnerungsstücke angeworbener Arbeitskräfte aus der alten Heimat. Herausragend sind die jetzt wieder zu sehenden Foto-Portraits des inzwischen verstorbenen Kasseler Fotografen Dieter Schwerdtle – eindrucksvolle Portraits in klassischer Schwarz-Weiß-Fotografie. In einem Zeitraum von mehr als zwei Jahren hatte Schwerdtle Impressionen vom Leben der Zuwanderer und ihrer Familien in Kassel gesammelt.

Die Sonderausstellung kann zu den Öffnungszeiten der Schaustelle dienstags bis freitags von 12.30 bis 17 Uhr besichtigt werden. Der Eintritt ist frei.

Zur Ausstellung bietet das Stadtmuseum eine Reihe von kostenfreien Begleitveranstaltungen an. So wird der Kurator der Ausstellung, Dr. Alexander Link, am Mittwoch, 9. November, um 17 Uhr in einer Führung wichtige Aspekte vertiefend darstellen und erläutern.

Hintergrund:

Vor 50 Jahren, am 30. Oktober 1961, unterzeichneten die Bundesrepublik Deutschland und die Türkei in Bad Godesberg ein Abkommen über die Anwerbung sogenannter „Gastarbeiter“. Die Nachfrage übertraf alle Erwartungen, über zweieinhalb Millionen Menschen bewarben sich von 1961 bis zum Anwerbestopp im Jahr 1973. In diesem Zeitraum konnten bis zu 750.000 türkische Arbeitskräfte nach Deutschland vermittelt werden. Etwa die Hälfte der „Gastarbeiter“ fand hier sogar eine neue Heimat.

Bereits vor dem Anwerbeabkommen mit der Türkei und auch danach schloss Deutschland mit Staaten aus Südeuropa solche Verträge. Die Zuwanderer aus dem Mittelmeerraum haben Deutschland und auch Kassel im Verlauf eines halben Jahrhunderts geprägt und verändert.



Stadt Kassel
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Rathaus / Obere Königsstraße 8
34112 Kassel

Telefon: 0561 / 787-1231 oder 0561 / 787-1232
Telefax: 0561 / 787-87
E-Mail: presse@stadt-kassel.de

Pressesprecher Hans-Jürgen Schweinsberg
Pressesprecherin Petra Bohnenkamp

Kassel und die Region im Internet:www.kassel.de
Die Stadtverwaltung im Internet: www.stadt-kassel.de

presse-service.de Die Pressestelle documenta-Stadt Kassel ist Mitglied bei www.presse-service.de. Dort können Sie Mitteilungen weiterer Pressestellen recherchieren und per E-Mail abonnieren.


Seite schließen