AG Behinderte berät über berät über barrierefreies Bauen und die soziale Betreuung von Betroffenen
Am 24. November im Alten Rathaus
Die kommunale Arbeitsgruppe Menschen mit Behinderungen trifft sich am 24. November, um 13.30 Uhr zu ihrer 56. Sitzung. Sie findet im Franckesaal des Alten Rathauses statt. Die Arbeitsgruppe befasst sich vor allem mit Fragen der barrierefreien Gestaltung von Bauvorhaben und des ÖPNV.
Vorgestellt wird die neue DIN-Norm 18040-2, die die Gestaltung barrierefreier Wohnungen regelt. In Anbetracht der demographischen Entwicklung werden barrierefreie Wohnungen für Senioren und speziell für Rollstuhlbenutzer immer mehr nachgefragt.
Im Mittelpunkt der Beratung steht außerdem die Situation und die Betreuung von Menschen mit Behinderungen, die auf Leistungen nach dem SGB II (Hartz IV) und dem SGB XII angewiesen sind. Dazu werden Vertreter aus dem Jobcenter und dem Sozial- und Wohnungsamt berichten.
Außerdem soll über den aktuellen Stand der Erarbeitung des kommunalen Aktionsplanes zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention informiert werden. Der Entwurf soll noch in diesem Jahr dem Oberbürgermeister und anschließend dem Stadtrat zur Beschlussfassung vorgelegt werden.
An der kommunalen AG Menschen mit Behinderungen beteiligen sich seit 1999 Mitglieder von Behindertenverbänden und -vereinen, Stadträte, Mitarbeiter von Fachbereichen und Ämtern der Stadtverwaltung und engagierte persönlich betroffene Aktive.
In Sachsen-Anhalt leben ca. 171.300 anerkannte Schwerbehinderte (7,2 % der Bevölkerung). In der Landeshauptstadt sind mit Stand vom Dezember 2010 rund 17.600 Menschen amtlich als Schwerbehinderte anerkannt (7,6 %), einschließlich der Behinderten mit einem Grad der Behinderung (GdB) unter 50 sind bis zu 25.000 Menschen betroffen (11 %).
Von den Magdeburger Schwerbehinderten sind rund 10.000 in ihrer Mobilität wesentlich beeinträchtigt (Merkzeichen aG und G), weit über 1.000 von ihnen sind auf einen Rollstuhl angewiesen. 332 sind blind, 206 gehörlos und ca. 4.300 haben Anspruch auf die Mitnahme einer Begleitperson im ÖPNV (Merkzeichen B). Als hilflos gelten rund 2.100 Menschen (Merkzeichen H).
Rund 60 % der Betroffenen sind 65 Jahre und älter. 53,3 % der Behinderten sind Frauen. Etwa 6.000 Magdeburger sind pflegebedürftig, rund 2.600 von ihnen werden in stationären Einrichtungen gepflegt. In den beiden Werkstätten für Menschen mit Behinderungen sind fast 900 Betroffene beschäftigt.
Nähere Informationen:
Hans-Peter Pischner, Behindertenbeauftragter, Telefon 03 91/5 40 23 42
E-Mail: behindert@magdeburg.de
Der Behindertenbeauftragte ist im Alten Rathaus, Alter Markt 6, Südflügel, Erdgeschoss, Zimmer 043, zu erreichen. Seine Sprechzeiten sind dienstags von 9.00 bis 12.00 Uhr und von 14.00 bis 17.30 Uhr sowie nach telefonischer Vereinbarung.
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