18. November 2011. „Auch wenn das Thema Langes Feld derzeit nicht im Fokus des öffentlichen Interesses zu sein scheint, ist die Entwicklung dieses Bereiches zu einem Gewerbegebiet aus Sicht des Magistrats nach wie vor eine wichtige Voraussetzung für eine weitere positive wirtschaftliche Entwicklung der Stadt Kassel“, stellten Oberbürgermeister Bertram Hilgen und Stadtkämmerer Dr. Jürgen Barthel in einer gemeinsamen Presseerklärung klar. Dr. Barthel, der derzeit das Baudezernat kommissarisch verwaltet, wies darauf hin, dass im Dezember im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens die Einwendungen ausgewertet würden. Nach der Weihnachtspause könnten im neuen Jahr die betroffenen Ortsbeiräte informiert und eine weitere Beschlussfassung im Magistrat sowie in der Stadtverordnetenversammlung angepeilt werden.
Oberbürgermeister Hilgen unterstrich erneut die Bedeutung des Langen Feldes für Kassel und die Region. Die Stadt Kassel selbst habe keine Gewerbeflächen mehr, die in ausreichender Größe bedeutende Ansiedlungen in den Stadtgrenzen ermöglichten. Mit Blick auf die weiteren Jahre sei es auch in Verantwortung auf die nachfolgende Generation notwendig, dass die städtische Politik ihre Hausaufgaben mache und dafür sorge, dass die Menschen in Kassel, am Wohnstandort eine Arbeitsstelle finden könnten. Dies sei eine der Voraussetzungen, dass die Wirtschaft prosperieren könne. Dies wiederum komme der Stadt, beispielsweise über die Einnahmen der Gewerbesteuer, unmittelbar zu Gute, um soziale und kulturelle Einrichtungen in der bisher bekannten und erwarteten Qualität bereit zu stellen. „In Städten, wo das Geld fehlt“, so Hilgen weiter, „kommt das kulturelle Leben über kurz oder lang zum Erliegen. Soziale Einrichtungen gibt es nur in ungenügender Anzahl und mit mäßiger Qualität. Für Kassel haben wir jedenfalls das Ziel, auch künftig gute soziale und kulturelle Angebote bereit zu stellen.“
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