Studierende der Musikakademie spielen Franz Liszt

29. November 2011. Unter dem Motto „Franz Liszt und das Lied - Transkriptionen von Schubert-Liedern und eigene Lieder“ präsentieren Studierende der Musikakademie am Mittwoch, 14. Dezember, 19 Uhr, Werke von Liszt. Am Donnerstag, 15. Dezember, 19 Uhr, widmen sich die Studierenden „Franz Liszt und das Klavier - Aus dem Klavierwerk Franz Liszts“. Beide Veranstaltungen finden im Großen Saal der Musikakademie, Karlsplpatz 7, statt. Der Eintritt beträgt jeweils sieben Euro, ermäßigt vier Euro.

Die Studierenden der Klavierklassen sind Iwan Urwalow, Christian Petersen, Michael Kravtchin und Joachim Kirschner sowie der Gesangsklasse Ruth Altrock, Idee und Konzeption: Ruth Altrock und Joachim Kirschner.

Es handelt sich um eine Veranstaltung der Gesellschaft der Freunde der Musikakademie Kassel e.V.

Franz Liszt, der gefeierte Klaviervirtuose des 19. Jahrhunderts und zugleich einer der produktivsten Komponisten seiner Zeit, hat sich in verschiedenen Formen dem Lied gewidmet. Einerseits gibt es aus seiner Feder zahlreiche Klaviertranskriptionen populärer Melodien seiner Zeit, dabei war er besonders beeindruckt von Schubert, dessen Lieder er auf seinen ausgedehnten Konzertreisen durch ganz Europa dem Publikum bekannt machte. Andererseits umfasst sein kompositorisches Oeuvre auch über 80 eigene Liedkompositionen, von denen er manche mehrfach im Laufe seines Lebens umgearbeitet hat. Die Textauswahl Liszts ist so kosmopolitisch wie sein Leben. Er wählte zumeist Texte in deutscher oder französischer Sprache, seinen beiden „Muttersprachen“, vertonte aber auch italienische, englische, russische und ungarische Texte. Seine Gedichtwahl zeugt von literarischer Beschlagenheit, ist zugleich aber auch sehr persönlich. Viele seiner Lieder haben den Charakter von Selbstbekenntnissen, da Liszt sich vom Empfindungsgehalt eines Gedichtes inspirieren ließ.

In dem von den Studierenden der Musikakademie präsentierten Lied-Programm zum 200. Geburtstag Liszts werden unter anderem die Transkriptionen von Schuberts Erlkönig und vom Ständchen aus dem Schwanengesang erklingen. Außerdem werden so bekannte Lieder wie „Es muss ein Wunderbares sein“ und „O lieb‘, o lieb‘, solang du lieben kannst“ zu Gehör kommen.

Als wohl prominentester Pianist seiner Zeit hat Franz Liszt Maßstäbe gesetzt. Seine enorme Virtuosität verleitete ihn zur Komposition von Werken, die die bisherigen Grenzen des Klavierspiels ausloteten und die technischen Möglichkeiten ins Ungeahnte erweiterten. In seiner Suche nach Neuem bediente er sich unterschiedlichster Genres und Stilrichtungen und entwickelte in über 60-jähriger kompositorischer Tätigkeit vielfältige neue Klangmöglichkeiten für das Klavier. Studierende der Klavierklassen an der Musikakademie bieten mit einem umfangreichen Querschnitt aus dem Klavierschaffen Einblicke in die Vielseitigkeit des Komponisten Franz Liszt. Zu hören sind Werke aus allen Lebensabschnitten, unter anderem virtuose Jugendwerke wie der „Grande Valse di bravura“, folkloristisch inspirierte Ungarischen Rhapsodien, die Sonate „Après une lecture de Dante“ und „Orage“ als programmatische Stücke aus den „Années de pèlerinage“, eine Auswahl aus den Études d’exécution transcendante., sowie aus dem Alterswerk die Bagatelle sans tonalité. Den Schlusspunkt bildet die großangelegte Sonate in h-moll.

(3314 Zeichen)


Bild: Druckansicht Druckansicht

Stadt Kassel
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Rathaus / Obere Königsstraße 8
34112 Kassel

Telefon: 0561 / 787-1231 oder 0561 / 787-1232
Telefax: 0561 / 787-87
E-Mail: presse@stadt-kassel.de

Pressesprecher Hans-Jürgen Schweinsberg
Pressesprecherin Petra Bohnenkamp

Kassel und die Region im Internet:www.kassel.de
Die Stadtverwaltung im Internet: www.stadt-kassel.de

presse-service.de Die Pressestelle documenta-Stadt Kassel ist Mitglied bei www.presse-service.de. Dort können Sie Mitteilungen weiterer Pressestellen recherchieren und per E-Mail abonnieren.