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Pressemitteilung vom
05. Dezember 2011
Neue Ideen für den Naturpark Habichtswald gesucht – Studie soll es richten
Zierenberg/Region Kassel.

Der Naturpark Habichtswald wird im nächsten Jahr 50 Jahre alt. „Das ist ein guter Anlass um über neue Projekte und Ideen für die Weiterentwicklung des Naturparks nachzudenken“, begründet Landrat Uwe Schmidt, der auch Vorsitzender des Zweckverbands Naturpark Habichtswald ist, die Auftragsvergabe für eine Studie, die unterschiedliche Projektideen auf ihre Realisierbarkeit überprüfen soll.

„Hauptaufgabe der Naturparke ist es, Kulturlandschaften zu erhalten und weiter zu entwickeln“, informiert Schmidt. In der Praxis bedeutet dies, die Interessen der im Naturparkgebiet arbeitenden und lebenden Menschen mit dem Erhalt der Natur so zu vereinen, dass Entwicklungschancen genutzt werden. Schmidt: „Es kommt darauf an, Regionalentwicklung, Tourismusprojekte, Naturschutz und Öffentlichkeitsarbeit miteinander zu einem einheitlichen Konzept zu verzahnen“.

Mit der jetzt in Auftrag gegebenen Studie sollen die vorhandenen Stärken und Schwächen des Naturparks ermittelt werden. Auf der Basis eines zu formulierenden Leitbildes sollen dann konkrete Projekte entwickelt werden. „Uns kommt es dabei auf einen Konsens aller im Naturpark engagierten Kommunen, Naturschutzverbände und Tourismusinitiativen an“, berichtet Naturpark-Geschäftsführer Jürgen Depenbrock. Ohne Transparenz und partnerschaftliche Kooperationen könne eine Weiterentwicklung des Naturparkgedankens nicht gelingen.

Deshalb sollen die Verwaltungen und politischen Gremien der beiden Landkreise Kassel und Schwalm-Eder, der Stadt Kassel und der anderen Naturparkgemeinden, die Fachbehörden wie die Obere Naturschutzbehörde beim Regierungspräsidium Kassel, Hessen-Forst, die Landwirte sowie Naturschutzverbände und Touristiker in den Entwicklungsprozess eingebunden werden.

Depenbrock: „Das braucht alles ein bisschen Zeit – wir erhoffen uns die Ergebnisse der Studie im Herbst 2012“. Die Zeit bis dahin soll allerdings auch dafür genutzt werden, das Thema Naturpark Habichtswald bei den Entscheidungsträgern in der Region noch stärker zu verankern. „Wenn wir alle gemeinsam über die Zukunft des Naturparks nachdenken, dann werden auch diejenigen, die bisher den Naturpark eher als nachrangiges Thema behandelt haben, die Bedeutung dieser Einrichtung für die Entwicklung der Region erkennen“, ist sich Landrat Schmidt sicher. Insofern sei der jetzt begonnene Weg auch ein wichtiger Bestandteil des Ziels.

Die vom Kasseler Büro akp betreute Studie kostet 19.960 Euro – der Zweckverband Naturpark Habichtswald erhält einen Zuschuss aus Landesmitteln in Höhe von 9.999 Euro.

 

Hintergrund:

Schon seit 1962 wirkt der 474 km² große Naturpark Habichtswald wie ein Magnet auf Erholungssuchende aus Nah und Fern. Dank günstiger Verkehrsverbindungen ist er auch aus dem Rhein-Main-Gebiet, dem Raum Hannover und dem Ruhrgebiet bequem zu erreichen.

Ein dichtes Netz von Buslinien verbindet alle Orte des Naturparks und in seinen östlichen Teil gelangt man direkt vom ICE-Bahnhof Wilhelmshöhe in wenigen Minuten mit der Straßenbahn. Die Bahnlinie Kassel-Volkmarsen mit zahlreichen Haltepunkten durchschneidet den Naturpark von Osten nach Westen und zwischen Kassel und Naumburg verkehrt eine historische Museumsbahn, der „Hessencourrier“. Etwa 42 % der Naturparkfläche sind mit Wald bedeckt, wobei die Buche als bestandbildende Baumart dominiert. Von den 15 Naturparkkommunen liegen 5 Städte und Gemeinden mit ganzer Fläche im Naturpark, 10 Kommunen sind nur mit einzelnen Ortsteilen bzw. Gemarkungen im Naturpark vertreten. Zum Naturpark gehören die Kommunen Ahnatal (teilweise), Bad Emstal, Baunatal (teilweise), Breuna (teilweise), Calden (teilweise), Edermünde (teilweise), Fritzlar (teilweise), Gudensberg (teilweise), Habichtswald, Kassel (teilweise), Naumburg, Niedenstein (teilweise), Schauenburg, Wolfhagen (teilweise) und Zierenberg.



Pressekontakt: Pressestelle LANDKREIS KASSEL, Harald Kühlborn



Zu dieser Meldung können wir Ihnen folgendes Medium anbieten:


Studie Naturpark 002
Auf dem Foto sieht man von links nach rechts Herbert Kimm (Kreisbeigeordneter Schwalm-Eder-Kreis), Naturpark-Geschäftsführer Jürgen Depenbrock, Landrat Uwe Schmidt und Peter Nissen (Amt für den ländlichen Raum), die einen Beutel mit Produkten aus dem Naturpark präsentieren.


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LANDKREIS KASSEL
Pressesprecher
Harald Kühlborn
Wilhelmshöher Allee 19 - 21
34117 Kassel
Tel.: 0561/1003-1506
Fax: 0561/1003-1530
Handy: 0173/4663794
E-Mail: pressestelle@landkreiskassel.de
http://www.landkreiskassel.de

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