Dozentenkonzert „Die Duosonate nach Beethoven“

16. Januar 2012. „Die Duosonate nach Beethoven“ hat Dr. Peter Gries (Viola) sein erstes Dozentenkonzert als Direktor der Musikakademie Kassel tituliert, das am Donnerstag, 26. Januar, um 19 Uhr in der Musikakademie am Karlsplatz beginnt. An seiner Seite spielt Berthold Fritz am Klavier, Oliver Fürbeth übernimmt den Part Moderation und hält den musikgeschichtlichen Vortrag. Veranstalter ist die Gesellschaft der Freunde der Musikakademie Kassel e.V., der Eintritt kostet 7 Euro (ermäßigt 4 €, nur Abendkasse).

Auf dem Programm stehen drei Sonaten für Viola und Klavier, die sich auf sehr unterschiedliche Weise mit dem musikalischen Erbe der Wiener Klassik auseinandersetzen. Es handelt sich um Kompositionen von Hummel, Glinka und Schubert.

Die Sonate Es-Dur op. 5 / 3 von Johann Nepomuk Hummel (1778-1837) entstand 1807 und ist gleichzeitig – für ihn typisch - für verschiedene Solo-Instrumente konzipiert. Das Stück gehört noch zu den früheren Arbeiten Hummels: Die Handschrift seines Lehrers Mozart ist noch deutlich zu erkennen.

Michail Glinka (1804-1857), vor allem als Komponist von Opern und spezifisch russischer Orchesterwerke bekannt geworden, schrieb nur wenig Kammermusik. Die Sonate für Viola und Klavier war eine frühe Arbeit. Den ersten Satz schrieb Glinka 1825 noch vollständig, der zweite folgte dann fragmentarisch und von fremder Hand komplettiert drei Jahre später.

Franz Schuberts (1797-1828) Sonate für Arpeggione und Klavier wurde 1824 komponiert. Bei der Arpeggione handelt es sich um ein vom Wiener Geigenbauer Johann Georg Staufer konstruiertes sechssaitiges Streichinstrument. Heute wird das Werk in der Regel auf dem Violoncello oder der Viola ausgeführt. Das Werk ist eins von nur drei Beiträgen Schuberts zur begleiteten Solo-Sonate.

Kurzporträts der Musiker:

Peter Gries war Schüler von Berta Volmer und studierte in Köln, Mannheim, Rostock und am Pariser Nationalkonservatorium (Klasse von Pierre-Henri Xuéreb). 2009 wurde er an der Universität der Künste Berlin bei Christoph Richter im Fach Musikpädagogik mit einer Arbeit über Max Rostal promoviert. Er war Fachbereichs- und Seminarleiter am Heinrich-Schütz-Konservatorium Dresden sowie stellvertretender Direktor des Badischen Konservatoriums Karlsruhe, bevor er 2010 Direktor der Musikakademie der Stadt Kassel wurde. Außerdem ist er Mitglied im Vorstand der Deutschen Viola-Gesellschaft und Prüfer der Konrad-Adenauer-Stiftung. Berthold Fritz studierte Klavier in Heidelberg, USA und Karlsruhe, zuletzt in der Meisterklasse von Yvonne Loriod-Messiaen. Bis 2007 war er am Badischen Konservatorium in Karlsruhe tätig, daneben unterrichtete er viele Jahre auch an der Musikhochschule in Frankfurt. Aus seiner Klasse gingen zahlreiche Preisträger nationaler wie internationaler Wettbewerbe hervor. Berthold Fritz konzertierte in fast allen Ländern Europas, in den USA, China und häufig in Japan. Daneben bezeugen acht CD-Einspielungen seine künstlerische Bandbreite. Berthold Fritz ist Mitbegründer und künstlerischer Leiter der Karlsruher Kammermusikfreunde e.V. Oliver Fürbeth, geboren 1969, studierte Komposition, Musikwissenschaft, Philosophie und Germanistik in Frankfurt am Main und promovierte dort 1998. Seit 1999 ist er musikwissenschaftlicher Lehrbeauftragter an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main und seit 2000 Dozent für Musikwissenschaft und Musiktheorie an der Musikakademie der Stadt Kassel. Er ist Mitherausgeber der Reihe „Musikphilosophie“, der einzigen deutschsprachigen Reihe ihrer Art.

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