Leer. Die Realschule Rhauderfehn und die Oberschule Borkum sind die Ausnahmen. Sonst unterrichten inzwischen alle Haupt-, Real- und Oberschulen, Gymnasien und Integrierte Gesamtschulen ganztägig. Im Jahr 2011 nahmen die Hauptschule Weener (Phönixschule) und die Haupt- und Realschule Kloster Barthe in Hesel den Ganztagsbetrieb auf.
Die Förderschulen Reilschule Rhauderfehn, Pestalozzischule Leer, Greta-Schoon-Schule Leer und Wilhelm-Busch-Schule Hesel sind ebenfalls Ganztagsschulen. Die Förderschulen Pestalozzischule Weener, Schule am Fehntjer Berg Moormerland und Schule am Patersweg in Westoverledingen sind auf dem Weg dorthin.
Auch die Grundschulen im Landkreis, die den Städten und Gemeinden gehören, sollen auf Sicht ganztags geführt werden. Eine Arbeitsgruppe aus Landkreis- und Kommunalvertretern arbeitet an einem Konzept. Bisher sind acht von 50 Grundschulen auf Ganztagsunterricht programmiert.
Die Oberschule ist seit diesem Jahr eine neue Schulform in Niedersachsen. In drei Gemeinden wird sie bereits praktiziert: Oberschulen wurden die Haupt- und Realschulen in Bunde, Uplengen und auf Borkum. Uplengen möchte gern zusätzlich einen gymnasialen Zweig, der aber wegen zu geringer Nachfrage (acht Anmeldungen) nicht zustande kam. Fürs nächste Schuljahr soll ein zweiter Anlauf gestartet werden. Borkum bekam einen gymnasialen Zweig auf die Beine. Die Haupt- und Realschule Kloster Barthe in Hesel möchte 2012 Oberschule werden.
Die neue Integrierte Gesamtschule Moormerland startete auch im zweiten Jahr ihres Bestehens mit einem fünften Schuljahr, den 180 Schüler besuchen. Alle Anmeldungen konnten angenommen werden. Neu eingerichtet hat der Landkreis eine Fachschule Sozialpädagogik an den Berufsbildenden Schulen I in Leer.
In den nächsten zehn Jahren sinkt die Schülerzahl im Landkreis um ein gutes Viertel. Die Prognosen schwanken zwischen 20 und 30 Prozent. Weniger Schüler bedeuten weniger Klassen. Die Schulträger beachten diesen Trend so weit möglich schon heute in ihren Plänen.
Eine Zukunftsaufgabe ist die so genannte Inklusion, wie der gemeinsame Unterricht behinderter und nichtbehinderter Kinder genannt wird. Die Landesregierung hat das Gesetzesvorhaben noch einmal hinausgeschoben, aber die Inklusion wird kommen, weil sie in EU- und UN-Richtlinien vorgegeben ist. Demnach werden Kinder, die beim Lernen sonderpädagogisch unterstützt und besonders gefördert werden müssen, künftig Grundschulen besuchen. Die „Förderschulen Lernen“ werden erst ab Klasse 5 geführt.
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