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| Pressemitteilung vom 28. Dezember 2011 |
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Schmidt: „Keine unendliche Preisspirale beim NVV“ Region Nordhessen. „Eine unendliche Preisspirale beim Nordhessischen Verkehrsverbund wird es nicht geben“, tritt Landrat Uwe Schmidt, der auch Aufsichtsratvorsitzender des Nordhessischen Verkehrsverbundes (NVV) ist, in den Medien geäußerten Befürchtungen entgegen. Die Fahrkartenpreise beim öffentlichen Personennahverkehr würden auch in Zukunft so gestaltet, dass das Fahren mit Bus und Bahn gegenüber anderen Verkehrsmitteln konkurrenzfähig bleibt. „Wir haben ein gut ausgebautes Schienennetz für Regionalzüge, Straßenbahn und RegioTram – und das sollen die Menschen auch zu vertretbaren Preisen nutzen können“, so Schmidt weiter. Da die Hessische Landesregierung die Mittel für die Verkehrsverbünde kürzt, müssen allerdings alle Entscheidungsalternativen geprüft werden. Schmidt: „Der Aufsichtsrat des NVV hat daher beschlossen, sowohl Einnahmeverbesserungen durch Preiserhöhungen wie auch Angebotseinschränkungen von der Geschäftsführung prüfen zu lassen – Kosteneinsparungen werden sowieso als Dauergeschäft überprüft“. Nicht alle Alternativen prüfen zu lassen, wäre fahrlässig. Mit Blick auf die Fahrpreise sei allerdings zu bedenken, dass diese von den Kunden auch angenommen werden. „Da gibt es eine Schmerzgrenze und wir sind bereits kurz davor, diese zu erreichen“, sagt der Kasseler Landrat. Da neben der Kürzungspolitik des Landes auch im Betrieb mit Kostensteigerungen in den Bereichen Energie und Fahrbetrieb zu rechnen sei, strebt Schmidt an, die Förderkürzungen nicht durch Preiserhöhungen aufzufangen. „Damit wäre der ländliche Raum zusätzlich benachteiligt – und das kann nicht in unserem Interesse sein“, betont der NVV-Aufsichtsratsvorsitzende. Statt an der Preisspirale zu drehen, komme es mehr darauf an, den Hessischen Ministerpräsidenten und den Wirtschaftsminister an ihre Zusagen zu erinnern, auch die ländlichen Regionen Hessens zu fördern. Schmidt: „Hier gibt es leider eine deutliche Diskrepanz zwischen wohlformulierten Reden und dem praktischen politischen Handeln“. Wenn es zu Angebotseinschränkungen im ÖPNV in den nordhessischen Landkreisen kommen müsse, dann liegt die Verantwortung hierfür „eindeutig in Wiesbaden“. Die von Wirtschaftsminister Posch immer wieder ins Gespräch gebrachte Fusionierung von Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMNV) und NVV sei da „ein Problemverstärker“. Von der Zentrale des RMV in Hofheim am Taunus habe man den Ballungsraum Rhein-Main gut im Blick – „die Verbindung von Hofgeismar nach Bad Karlshafen aber nicht“, ist sich Schmidt sicher. Er sei sich mit seinen Landratskollegen im NVV-Aufsichtsrat und auch mit dem Kasseler Oberbürgermeister Bertram Hilgen einig, dass der Mobilität im ländlichen Raum eine entscheidende Rolle bei der Aufrechterhaltung der Lebensqualität in den Kommunen in Nordhessen zukommt. „Es wird Zeit, dass sich auch die Hessische Landesregierung finanziell zu diesem Ziel bekennt“, fordert Landrat Schmidt abschließend. Pressekontakt: Pressestelle LANDKREIS KASSEL, Harald Kühlborn |
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LANDKREIS KASSEL
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Harald Kühlborn
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