06. Januar 2012. Mit guten Nachrichten meldet sich Stadtkämmerer Dr. Jürgen Barthel: „Die Zahl der Menschen, die länger als ein Jahr auf Arbeitssuche sind, sinkt in Kassel kontinuierlich.“ Das ist keine Selbstverständlichkeit. „Unsere Kennzahlen belegen in harter Währung, dass immer weniger Haushalte in Kassel auf Hartz IV angewiesen sind. Das bedeutet: Immer mehr Menschen sind in der Lage, ihren Lebensunterhalt aus eigener Kraft mit auskömmlich bezahlter Arbeit zu bestreiten“, betont Dr. Jürgen Barthel als Vertreter des Trägers Stadt Kassel im Jobcenter Stadt Kassel.
Zahl der „erwerbsfähigen Leistungsbezieher“ erstmals unter 16.000
Im Jahr 2011 ist es gelungen, die Zahl der „erwerbsfähigen Leistungsbezieher“ (eLb) um 1.055 Personen zu senken (= minus 6,2 Prozent). Allein im Dezember haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Jobcenter Stadt Kassel 269 Personen erfolgreich in den Arbeitsmarkt vermittelt. Die Anzahl der eLb sank von 16.204 im November auf 15.935 im Dezember 2011. „Das ist der niedrigste Wert, den wir seit Bestehen der SGB II-Stelle, das heißt seit sieben Jahren, in der Stadt verzeichnen konnten“, betont Dr. Barthel. Zum Vergleich: Der Spitzenwert lag in 2006 zwischenzeitlich bei mehr als 22.000 Menschen.
Der Begriff „Erwerbsfähige Leistungsbezieher“ bezeichnet langzeitarbeitslose Menschen sowie Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, deren Einkommen zur Deckung ihres Lebensunterhaltes nicht ausreicht und die deshalb Anspruch auf die Leistungen der Grundsicherung für Arbeitssuchende/SGB II haben.
Anzahl der Personen im SGB II Bezug: In einem Monat um rund 400 gesenkt
Mit der Zahl der eLb sinkt auch die Anzahl der Personen, die Leistungen aus dem SGB II beziehen – beispielsweise Kinder und Jugendliche im Haushalt, die Anspruch auf Sozialgeld haben. Diese Zahl ist dank der erfolgreichen Arbeit der Jobcenter-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter auf 22.004 Personen im Dezember 2011 gesunken. Im Vergleich zum Vormonat sind das 398 Menschen weniger.
Spitzenwerte verzeichnete die Stadt im Jahr 2006 mit rund 30.000 Menschen.
Anzahl der Bedarfsgemeinschaften (BG) erstmals unter 12.000
Bedarfsgemeinschaften sind die Haushalte beziehungsweise Familien, in denen das Gesamteinkommen nicht ausreicht, um den Lebensunterhalt zu decken. Eine Bedarfsgemeinschaft umfasst die erwerbsfähigen Leistungsbezieher (eLb) und die nicht erwerbsfähigen Angehörigen, die Anspruch auf Sozialgeld haben zum Beispiel kleine Kinder, Schülerinnen und Schüler oder Pflegebedürftige im Haushalt.
Die Anzahl der Bedarfsgemeinschaften hat sich nach einem Höchststand im Mai 2006 mit 16.583 BG deutlich verringert. Im Dezember 2011 gab es noch 11.978 Bedarfsgemeinschaften. Im November 2011 waren es 12.132.
JC Stadt Kassel betreut rund 80 Prozent aller Arbeitslosen in Kassel
Was ist das Geheimnis des kontinuierlichen Rückgangs? „Das Jobcenter Stadt Kassel betreut rund 80 Prozent aller Arbeitslosen in Kassel“, betont Stadtkämmerer Dr. Jürgen Barthel. „Einerseits haben wir in Kassel nach wie vor einen aufnahmefähigen Arbeitsmarkt. Darüber hinaus sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Jobcenter ausgesprochen erfolgreich, diese Chancen im Sinne der Menschen optimal zu nutzen. Auch unter teilweise schwierigen Bedingungen. Mit dem eigenen Arbeitseberservice ist das Jobcenter ganz nah am Puls vom Unternehmen der unterschiedlichsten Branchen, akquiriert sehr engagiert freie Stellen, erkennt Trends und Nachfragen frühzeitig. Mit seiner erfolgreichen Arbeit steht das Jobcenter Stadt Kassel für eine kontinuierliche und gelungene Sozialpolitik, die dem Stadtfrieden dient. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben in 2011 erneut die vereinbarten Ziele über das Soll hinaus erfüllt. Dafür danke ich ihnen ganz herzlich.“
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