12. Januar 2012. Für ihr erfolgreiches Abschneiden als „Stromsparberater“ wurden jetzt Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Nachbarschaftshilfeprojekts piAno der GWG durch den neuen Kasseler Stadtbaurat Christof Nolda sowie GWG-Geschäftsführer Peter Ley mit Lehrgangszertifikaten ausgezeichnet. Sie hatten sich im Rahmen einer vom städtischen Referat für Klima und Energie initiierten und finanzierten Schulung qualifiziert, Kunden bei ihren Wohnungsbesuchen energieeffiziente Tipps für den Alltag zu geben. Durchgeführt wurde die Fortbildung vom in Kassel ansässigen Büro „synovativ“. „Ein erheblicher Teil des Energieverbrauchs in einem Wohnhaus kann auch über umsichtiges Verhalten der Bewohner gesteuert werden. Kluger Umgang mit Heizung und Strom schont gleichermaßen Umwelt und Geldbeutel“, sagte Stadtbaurat Christof Nolda bei der Zertifikatsübergabe.
Die Stadt Kassel habe deshalb als Teil ihrer Klimaschutzaktivitäten das Pilotprojekt initiiert und von Anfang an mit Unterstützung durch die GWG getragen. So haben Gespräche mit Vertretern großer Wohnungsbaugesellschaften ergeben, dass neben der energetischen Modernisierung durch Baumaßnahmen ein weiterer Ansatz sei, die Mieterinnen und Mieter direkt anzusprechen und ihnen Hinweise zum Einsparen von Energie zu geben, führte Bau- und Umweltdezernent Nolda weiter aus.
„Dies geschieht am wirkungsvollsten durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die den Kunden bereits bekannt sind und deren Vertrauen sie genießen“, erklärte GWG-Geschäftsführer Peter Ley. Mit piAno habe man ein Netzwerk für Integration und gute Nachbarschaft geschaffen. Die Nachbarschaftshelferinnen und –helfer können durch die Zusatzqualifikation nun auch aufzeigen, wie in den Wohnungen Energie gespart werden könne, ohne dass es zum Verlust von Behaglichkeit und Wohnkomfort käme.
Da für die Energieeffizienz eines Gebäudes dessen baulicher Zustand entscheidend sei, werde die GWG allein für die energetische Sanierung bis 2016 über zehn Millionen Euro pro Jahr in ihre Objekte investieren, teilte Geschäftsführer Ley weiterhin mit. So solle sichergestellt werden, dass trotz steigender Energiekosten Wohnraum bezahlbar bleibe und dem Klimaschutz Rechnung getragen werde.
Seit April 2011 werde bei der Stadt Kassel mit Unterstützung der Agentur KEEA intensiv an dem Klimaschutzkonzept für Kassel gearbeitet, so Stadtbaurat Nolda. Der Ausstoß an klimaschädlichem CO2 stehe in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Energieverbrauch. Die Analyse des Energieverbrauchs in der Stadt Kassel habe ergeben, dass der Bereich „Wohnen“ mit rund 29 Prozent (Jahr 2009) ein wesentlicher Faktor sei.
Nicht zuletzt aufgrund des guten Erfolges dieses Pilotprojektes führe man zurzeit auch Gespräche mit anderen Organisationen der Mieter(selbst)hilfe, erklärte Nolda abschließend. „Das Ziel muss sein, über vergleichbare Qualifizierung auch anderen Orts zusätzliche Beratungsangebote zu energiesparendem Verhalten zu schaffen.“
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