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documenta-Stadt Kassel

„Eine kostengünstige, wirksame und gerechte Klimapolitik ist möglich!“

13. Februar 2012. Kassels Stadtbaurat Christof Nolda und Wissenschaftler des Kompetenzzentrums für Klimaschutz und Klimaanpassung (CliMA) der Universität diskutierten über die klimapolitische Zukunft von Kassel, Deutschland und Japan.

„Die Klimapolitik lässt sich prinzipiell wirksam, kostengünstig und gleichzeitig gerecht gestalten, wenn es nur politisch gewollt wäre“, so das Fazit von Dr. Sven Rudolph, wissenschaftlicher Assistent am CliMA, aus den bisherigen Arbeiten im Forschungsprojekt LETSCAP zur Verknüpfung von CO2-Emissionshandelssystemen. In vielen Ländern, so besonders auch in Japan und den USA, mit denen sich das Projekt intensiv beschäftigt, stünden einer solchen nachhaltigen Klimapolitik allerdings gewichtige Industrieinteressen entgegen. Dies bestätigte auch Prof. Seiji Ikkatai, Klimaökonom an der Kyoto Universität in Japan, der gerade nach der Reaktorkatastrophe in Fukushima für sein Land die Chance für eine nachhaltige Umstrukturierung der Energiepolitik sieht: „Japan nutzt diese historische Chance aber bisher zu wenig.“ Die politischen Verhältnisse in Japan und die globale Wirtschaftskrise erschwerten eine schnelle und tief greifende Wende derzeit erheblich, so das Ergebnis gemeinsamer Studien der Forscher aus Kassel und Kyoto.

Umso wichtiger sei die internationale Kooperation im Bereich der Forschung und Politikberatung. Gegenseitig könne man viel voneinander lernen, bestätigten die Forscher, so beispielsweise wie man den gleichzeitigen Ausstieg aus der Kernenergie und die Erreichung ambitionierter Klimaschutzziele in Deutschland organisiert. Beispielhaft sei auch, wie es Japan seit den 1970er Jahren geschafft habe, die Energieeffizienz auf ein weltweit führendes Niveau anzuheben. Einig waren sich die Teilnehmer der Diskussion auch über die zentrale Rolle von Regionen und Kommunen.

Kassels Stadtbaurat Christof Nolda wies in diesem Zusammenhang unter anderem darauf hin, dass die Städtische Werke AG alle Tarifkunden mit Ökostrom aus Wasserkraft versorgt und allein auf den städtischen Gebäuden Photovoltaik-Anlagen mit einer Nennleistung von mehr als 1000 kWp installiert sind. Anlässlich des Besuchs von Prof. Seiji Ikkatai am CliMA vereinbarten die Teilnehmer für die Zukunft, bei der Gestaltung einer nachhaltigen Klimapolitik eng zusammenarbeiten.



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