14. Februar 2012. Ulrich Holbein, Schriftsteller, Öko-Dandy, Müsli-Mysticus und Knüll-Idylliker, erhält am Samstag, 25. Februar, 18 Uhr, im Kasseler Rathaus den Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor. Zugleich wird der junge Hamburger Schriftsteller Tino Hanekamp mit dem Förderpreis Komische Literatur ausgezeichnet. Die Preise in Höhe von 10.000 beziehungsweise 3.000 Euro werden von der Stiftung Brückner-Kühner und der Stadt Kassel unter Beteiligung der Kasseler Sparkasse vergeben. Die Feierstunde im Stadtverordnetensitzungssaal des Rathauses ist für alle Interessierten öffentlich. Da es keine Sitzplatzgarantie gibt, wird ein rechtzeitiges Erscheinen empfohlen.
Der Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor würdigt Ulrich Holbein als höchst geistesgegenwärtige Inkarnation des Grotesk-Komischen in Literatur und Leben, so der Stiftungsrat in seiner Begründung. Spielend verwirkliche Holbein eine ebenso grenzenlose wie radikal selbstbezogene Kunst und eröffne seinen Lesern eine neue Verzauberung der Welt.
Prof. Dr. Bazon Brock, Kunsttheoretiker und Künstler, wird dies in seiner Laudatio näher erläutern. Außerdem gibt es ein eigens vom hr-Fernsehen gedrehtes Filmporträt über Ulrich Holbein zu sehen, bevor dieser Kostproben aus seinem Werk vorträgt.
Der Hamburger Autor Tino Hanekamp, Jahrgang 1979, wird für sein furioses Romandebüt „Sowas von da“ mit dem Förderpreis Komische Literatur geehrt. Der Stiftungsrat ist dem Vorschlag des Verlages Kiepenheuer & Witsch gefolgt und zeigte sich insbesondere von seiner treffsicheren Komik beeindruckt, die sich im Wortwitz und in der Zeichnung von Typen und Situationen findet. Polemik, Klischees und Peinlichkeit würden elegant in dieser humoristischen Haltung aufgehoben. Stiftungsratsmitglied Harry Rowohlt wird Lobworte aus seinen Briefen an den Preisträger inklusive einer „Klugscheißerliste“ verlesen.
Die slowakische Komponistin Viera Janárceková hat eigens für die Veranstaltung einige „Tango-Mutanten für Quetschkommode und kleine Bassgeige“ geschrieben, die von Bianca Breitfeld (Violoncello) und Stefanie Schumacher (Akkordeon) zu Gehör gebracht werden.
Im Rahmen der Veranstaltung wird im Rathaus auch eine Ausstellung von Ulrich Holbein eröffnet. Zugleich Selbstporträt und Weltverschönerung zeigt sie emblematische Fotocollagen unter dem Titel „Lieber eine falsche Weltsicht als gar keine Flügel! Seufzer, Statements und Appelle“. Die Ausstellung ist bis zum 23. März in der Karl-Branner-Halle zu besichtigen.
Stadt Kassel
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Rathaus / Obere Königsstraße 8
34112 Kassel
Telefon: 0561 / 787-1231 oder 0561 / 787-1232
Telefax: 0561 / 787-87
E-Mail: presse@stadt-kassel.de
Pressesprecher Hans-Jürgen Schweinsberg
Pressesprecherin Petra Bohnenkamp
Kassel und die Region im Internet:www.kassel.de
Die Stadtverwaltung im Internet: www.stadt-kassel.de
Die Pressestelle documenta-Stadt Kassel ist Mitglied bei www.presse-service.de. Dort können Sie Mitteilungen weiterer Pressestellen recherchieren und per E-Mail abonnieren.