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Magdeburg, 15. Februar 2012
Schulkomplex am Westring erstrahlt in neuem Glanz
Umfassende Sanierungsarbeiten an Grundschule und IGS beendet

Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper hat heute den sanierten Schulkomplex am Westring offiziell seiner Bestimmung übergeben. Die Grundschule „Am Westring“ und die Integrierte Gesamtschule „Willy Brandt“ gehören mit vier weiteren Schulen zum vierten und letzten PPP-Paket, das ein Investitionsvolumen von rund 21,5 Millionen Euro umfasst.

 

„Auch in diesem Schulkomplex haben Schüler und Lehrer jetzt sehr gute Unterrichtsbedingungen“, freut sich Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper über die beendeten Baumaßnahmen. „Mein Dank gilt der Projektgesellschaft Schulen Magdeburg als Sanierungsträger und den am Bau beteiligten Firmen. Gleichzeitig danke ich allen Schülern und Lehrern für ihr Verständnis und ihre Geduld während der Bauphase.“

 

Zu den Baumaßnahmen, die bei laufendem Schulbetrieb erfolgten, gehörten vor allem die behindertengerechte Erschließung des Schulkomplexes durch den Einbau eines außen liegenden Aufzuges und einer Behindertentoilette, die denkmalgerechte Komplettsanierung der historischen  Schulsporthalle einschließlich des Sozialtraktes für die Nutzung als Schularchiv, die Komplettsanierung der Plattenbausporthalle mit Neubau des Eingangsbereiches und Einbau einer Behindertentoilette, die Sanierung der alten Latrinenanlage als Außenspielgeräte-, Lager- und Fahrradabstellraum sowie die Verbesserung der Schulhof- und Pausenbereiche durch Einbau von Sitzmöglichkeiten und neuen Spielflächen.

 

Darüber hinaus wurden Restsanierungsarbeiten an der bereits teilsanierten Schule vorgenommen. Zu ihnen zählen der Einbau neuer Fenster in der Aula und weitere kleinere Maßnahmen. Mit Abschluss der Sanierungs- und Modernisierungs­maßnahmen verfügen die derzeit 145 Schüler und 14 Lehrer der  Grundschule „Am Westring“ sowie die 814 Schüler und 85 Lehrer der Integrierten Gesamtschule „Willy Brandt“ nun über hervorragende Voraussetzungen für einen umfassenden Schulbetrieb.

 

Der Schulkomplex am Westring gehört zum vierten und damit letzten PPP-Paket zur Sanierung von Schulen in Magdeburg. Weitere Gebäude dieses Paketes sind die Grundschulen „Am Umfassungsweg“, „Nordwest“ und „Am Hopfengarten“ sowie die Förderschule „Hugo Kükelhaus“. In allen Schulen wurde der Unterricht pünktlich nach den Winterferien wieder aufgenommen.

 

Nach einer europaweiten Ausschreibung hatte sich ein regional ansässiges mittelständisches Bieterkonsortium unter der Federführung von Industriebau Wernigerode als Investor durchgesetzt. Dieses Bieterkonsortium war bereits für die Sanierung der Schulen des ersten und des dritten PPP-Paketes verantwortlich.

Die Baumaßnahmen an allen fünf Schulen begannen im Sommer 2010 und wurden in diesem Monat beendet. Das Investitionsvolumen für das vierte PPP-Paket beträgt rund 21,5 Mio. Euro, einschließlich der Zwischenfinanzierungskosten.

 

 

Hintergrundinformationen zum PPP-Programm

Um den Sanierungsstau an den Magdeburger Schulen zügig abzubauen, hat die Landeshauptstadt ein Public-Private-Partnership (PPP)-Programm beschlossen, mit dem 20 Schulen (je 5 Schulen in 4 Paketen) saniert wurden. Im November 2007 wurde der Vertrag für das erste PPP-Paket unterzeichnet und damit der Grundstein für die Sanierung der ersten fünf Schulen gelegt. Mit der Übergabe der letzten fünf Schulen des 4. Paketes ist dieses Investitionsprogramm beendet.

 

Die ersten 15 Schulen (Pakete 1-3) befinden sich bereits in der Betreiberphase. Mit der mittelfristigen Schul­entwicklungsplanung hatte die Stadtverwaltung festgelegt, welche Schulen langfristig Bestand haben und auch entschieden, welche Gebäude weiterhin genutzt werden sollen.

 

Für jedes Paket wurde durch europaweite Ausschreibung ein Investor/ Sanierungsträger gesucht, der die Planung, Sanierung, Finanzierung und den zukünftigen Betrieb der jeweiligen Schulkomplexe übernimmt. Die Stadt bleibt auch weiterhin Eigentümer der Gebäude und Liegenschaften und zahlt dem Betreiber ein monatliches Entgelt für seine Betreiberaufwendungen. Vertraglich vereinbart wurde eine Laufzeit von 30 Jahren zur Refinanzierung der Investitionen. Die Zahlungsverpflichtung für die Landeshauptstadt begann mit Fertigstellung und Abnahme der betriebsbereiten Schulen.

 

Für den Betrieb der Schulanlagen wurde eine Dauer von 20 Jahren vereinbart. Für diesen Zeitraum sind die künftigen Betreiber auch für die regelmäßige Instandhaltung und Instandsetzung der Schulen verantwortlich. Konkrete, standortbezogene und mit dem Fachbereich Schule und Sport der Stadtverwaltung abgestimmte Nutzerprofile stellen sicher, dass die Schulen auch künftig von Vereinen und Dritten genutzt werden können. Dies gilt insbesondere für die Sportstätten.

 

Zum ersten Paket gehörten die Integrierte Gesamtschule „Regine Hildebrandt“, das Werner-von-Siemens-Gymnasium, die Grundschulen „Friedenshöhe“ und „Weitlingstraße“ und die Berufsbildenden Schulen „Otto von Guericke“ (Haus A). Alle Schulen  wurden im Sommer 2009 an die Nutzer übergeben.

 

Das zweite PPP-Paket umfasste die Grundschulen „Alt Olvenstedt“, „Annastraße“ und „Bertolt-Brecht-Straße“ (am Standort Leipziger Straße 46) sowie die Schulkomplexe Grundschule „Am Nordpark“/Förderschule „Makarenko“ und Grundschule „Am Elbdamm“/Sekundarschule „Thomas Mann“ (am Standort Cracauer Straße). Seit Februar 2010 können diese Schulen wieder genutzt werden.

 
Im dritten PPP-Paket wurden die Grundschulen „Buckau“ und „Salbke“, die Sekundarschulen „Heinrich Heine“ und „August Wilhelm Francke“ sowie das Geschwister-Scholl-Gymnasium saniert und modernisiert. Die Übergabe der Schulen erfolgte im Februar 2011.



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