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Gemeinsame Sitzung der Verwaltungsvorstände von Ennepe-Ruhr-Kreis und Stadt Dortmund

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16. Februar 2012
Gemeinsame Sitzung der Verwaltungsvorstände von Ennepe-Ruhr-Kreis und Stadt Dortmund

(pen) Die Verwaltungsspitze der Kreisverwaltung war jetzt zu Gast in der Sitzung des Verwaltungsvorstandes der Stadt Dortmund. Zahlreiche Themen wurden dabei angesprochen.

So ging es um die zukünftige Zusammenarbeit auf Ebene des Kommunalverbandes Ruhrgebiet (RVR). Einig waren sich Landrat Dr. Arnim Brux und Oberbürgermeister Ullrich Sierau darin, dass vieldiskutierte Schlagworte wie der „Super-Oberbürgermeister“ für die „Revierstadt“ wenig hilfreich seien, das Ruhrgebiet insgesamt voranzubringen. So machte Oberbürgermeister Sierau klar: „Wir brauchen nicht den einen Super-Oberbürgermeister, wir haben im Gebiet des RVR viele hervorragende Oberbürgermeisterinnen, Oberbürgermeister und Landräte“.

„Die Stärke der Metropole Ruhr liege vielmehr in der Zusammenarbeit der Revierstädte“ stellte Landrat Dr. Brux fest und sagte weiter „Leitprojekte mit wirklicher Relevanz würden die Metropole Ruhr stärken und für nationale wie auch internationale Aufmerksamkeit sorgen. Dies sei zuletzt beispielsweise durch das vielbeachtete Kulturhauptstadtjahr 2010 gelungen. Die mögliche Bewerbung der Metropole Ruhr um den Titel „Grüne Hauptstadt Europas“ bzw. das angedachte Dekadenprojekt „Klima-Expo“ könnten in Zukunft Leuchttürme mit der Strahlkraft eines Kulturhauptstadtprojektes werden und die Region wirklich voran bringen“.  Beackert wurden in diesem Verwaltungsgespräch auch Kooperationsmöglichkeiten, um die hochqualifizierten Fachkräfte, die hier vor Ort ihre Ausbildung bzw. ihr Studium absolviert haben, auch anschließend in der Region zu halten. Gerade der Ennepe-Ruhr-Kreis mit seinem überdurchschnittlich hohen Anteil an produzierendem Gewerbe kann die Fachkräfte, die beispielsweise an der Technischen Hochschule in Dortmund ausgebildet wurden, nach ihrem Studium gut gebrauchen.  Hier wurde neben bereits bestehenden Kooperationen, weitere Zusammenarbeit auf unterschiedlichsten Ebenen vereinbart. So würde die Stadt Dortmund als Bildungsexporteur ja auch vielfach davon profitieren, wenn die fertigen Fachkräfte mit ihrer Kaufkraft in der Region verbleiben und nicht nach Nord- oder Süddeutschland „auswandern“.

Einig waren sich die Verwaltungsspitzen in ihrer großen Sorge um die aktuellen Planungen zur Errichtung großer Einzelhandelsverkaufsflächen außerhalb der gewachsenen Ortszentren.  Angesprochen sind damit explizit die Pläne für die Errichtung des sogenannten IKEA-Homeparks in Wuppertal Nord– einem Einrichtungswarenhaus der Firma IKEA nebst angeschlossenem Einkaufszentrum – sowie die Pläne für die Errichtung zweier Factory-Outlet-Center in Remscheid und Werl. Die unmittelbare Lage der jeweiligen Standorte an den Autobahnen ohne jeden städtebaulichen Bezug zu gewachsenen Ortszentren soll ausschließlich eine schnelle und direkte Erreichbarkeit für potenzielle Kunden aus einem großen Einzugsgebiet ermöglichen. Die optimale Verkehrsanbindung sowie die mit den jeweiligen Projekten verbundene Wettbewerbsstrategie, die ihren Erfolg aus dem Angebot innenstadttypischer Waren in peripherer Lage erzielt, werde zu erheblichen absatzwirtschaftlichen Verwerfungen im Einzugsgebiet der jeweiligen Vorhaben und damit zu negativen städtebaulichen Auswirkungen in den Innenstädten nahezu aller Städte im Einzugsbereich führen.  Die Realisierbarkeit derartiger Projekte, trotz ihrer negativen raumordnerischen und städtebaulichen Auswirkungen, werde in Nordrhein-Westfalen aktuell ungemein dadurch begünstigt, dass es hier nach dem Außerkrafttreten der Vorschrift des § 24 a Landesentwicklungsprogramm NRW zum 31.12.2011 kein landesplanerisches Instrumentarium zur Steuerung von Einzelhandelsgroßprojekten mehr gibt.

Hier, so stellten Ullrich Sierau und Dr. Arnim Brux klar, würde dringender Handlungsbedarf bestehen, und es wurden kurzfristig gemeinsame Initiativen hierzu verabredet.  Am Ende der Sitzung waren sich alle Beteiligten darin einig, dass es für bilaterale Projekte zwischen Dortmund und Ennepe-Ruhr-Kreis noch zahlreiche Themenfelder geben würde. Oberbürgermeister Sierau hat sich deshalb für das nächste Treffen dann auch gleich nach Schwelm, übrigens Wohnstadt des Stadionsprechers des BVB, Norbert Dickel, eingeladen.




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Verwaltungsvorstände des Ennepe-Ruhr-Kreises und der Stadt Dortmund

Verwaltungsvorstände des Ennepe-Ruhr-Kreises und der Stadt Dortmund Foto:"Stadt Dortmund / Stefanie Kleemann"
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