Aufruf zur Schweigeminute in Kassel

21. Februar 2012. Anlässlich des Staatsaktes in Berlin zum Gedenken an die Todesopfer der Neonazi-Mordserie wird in Kassel zu einer Schweigeminute aufgerufen. 2006 war der Kasseler Halit Yozgat in seinem Internetcafé in Kassel von der sogenannten Zwickauer Zelle erschossen worden.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) rufen gemeinsam dazu auf, am Donnerstag, 23. Februar, um 12 Uhr in den Betrieben und Unternehmen die Arbeit ruhen zu lassen und eine Schweigeminute zum Gedenken an die Opfer rechtsextremistischer Gewalt einzulegen. Ziel sei es „ein Zeichen der Trauer und des Mitgefühls mit den Opfern, ihren Familien und Freunden, ein Zeichen der Verurteilung von Fremdenhass, Rassismus und rechtsextremer Gewalt und ein Zeichen für die Vielfalt und Offenheit Deutschlands zu setzen."

Zahlreiche Vertreter des öffentlichen Lebens in Kassel haben sich dem Aufruf angeschlossen und rufen dazu auf, diesen in Kassel zu befolgen. Dies sind Oberbürgermeister Bertram Hilgen, Stadtverordnetenvorsteherin Petra Friedrich, Kamil Saygi (Vorsitzender des Ausländerbeirates), Uta Mootz (Vorsitzende des Gesamtpersonalrates der Stadt Kassel), Polizeipräsident Eckhard Sauer, LWV-Direktor Dr. Uwe Brückmann, Universitätspräsident Rolf-Dieter Postlep, Regierungspräsident Walter Lübcke, Bischof Martin Hein, Dechant Harald Fischer, Landrat Uwe Schmidt und Kreistagsvorsitzender Andreas Güttler.

Bei der rechtsterroristisch motivierten Mordserie waren zwischen November 2000 und April 2006 mindestens acht türkische und ein griechischer Ladenbesitzer per Kopfschuss aus nächster Nähe getötet worden. Erst im vergangenen Jahr war das Täter-Trio aufgeflogen - dass eine ganze Mordserie auf sein Konto ging, wurde erst daraufhin bekannt.

An einer Menschenkette gegen den Naziterror hatten sich im Dezember rund 5000 Menschen in Kassel beteiligt.

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