Meistens verlaufe die Erkrankung unbemerkt. „Sehr selten kann die Erkrankung aber auch grippeähnlich, mit drei bis vier Tage anhaltendem hohen Fieber, also höher als 38 Grad, und mit Kopf-, Bauch- und Rückenschmerzen verlaufen. Hierbei kann es zu Nierenfunktionsstörungen kommen“, so Dr. Schmeer.
Die Viren werden von infizierten Mäusen oder Ratten über Speichel, Urin und Kot ausgeschieden. Durch Kontakt über die kontaminierten Hände oder Einatmen von getrockneten Ausscheidungen (Kot, Urin, Speichel) kann es zu einer Ansteckung kommen. Gerade in den ländlichen Gebieten treten die Erkrankungen häufiger auf.
Infizierte Mäuse befinden sich oft in unbewohnten Gebäuden wie zum Beispiel in Wochenendhäusern, Schuppen, Garagen, Kellern oder auf Dachböden. Bei Aufräumarbeiten kann dann Staub aufwirbeln, an dem die Viren haften. Das Gesundheitsamt rät daher, staubige Flächen vorher zu befeuchten und gut zu lüften. „Am besten trägt man bei den Arbeiten Gummihandschuhe und möglichst einen Mund- oder besser noch Atemschutz. Danach sollten die Kleidung gewechselt und die Hände gründlich gewaschen werden“, rät Dr. Schmeer.