Geschwindigkeitsreduzierung auf der Anna-Ebert-Brücke
Ab Freitag für Kraftfahrzeuge 30 km/h
Auf der rund 130 Jahre alten Anna-Ebert-Brücke gilt ab Freitag (16. März) eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h. Grund ist der Zustand des Bauwerkes. Straßenbahnen können die Brücke ab Freitag mit maximal 10 km/h überqueren.
Die jüngste Materialprüfung hat ergeben, dass sich der Zustand des Ziegelgewölbes und der Fugen weiter verschlechtert hat. Gründe sind unter anderem Witterungseinflüsse wie Frost und Feuchtigkeit sowie Vibrationen und Schwingungen, die durch die Verkehrsbelastung erzeugt werden.
Wegen des Zustandes erfolgen seit längerer Zeit jährliche Hauptprüfungen. Besonders im Blickpunkt stehen dabei zwei stark beschädigte Gewölbe der Brücke. Die festgestellten Schäden und Mängel der Abdichtung gegen Wasser und Feuchtigkeit könnten nur bei einer längeren Vollsperrung behoben werden. Da dies aufgrund der Bedeutung der Brücke für den Verkehr nicht möglich ist, kann derzeit keine Instandsetzung erfolgen.
Die Landeshauptstadt plant seit längerem den Bau eines verlängerten Strombrückenzuges mit einer neuen Elbquerung über die Zollelbe und die Alte Elbe. In diesem Zusammenhang ist vorgesehen, die denkmalgeschützte Anna-Ebert-Brücke vom Verkehr zu entlasten, um den historischen Brückenzug in Verbindung mit der Zollbrücke zu erhalten.
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