Kinder vor Dickmachern schützen

21. März 2012. „Es ist alarmierend, dass die Kinder heute um 50 Prozent übergewichtiger sind als noch vor 20 Jahren.“ Mit diesen Worten hat Bürgermeister Jürgen Kaiser, zugleich Dezernent für Verbraucherschutz, auf die neueste Studie der Verbraucherschutz-Organisation „foodwatch“ reagiert. Die Gefahren von Dickmachern für Kinder würden dabei deutlich vor Augen geführt – „und wir müssen sie mehr davor schützen“.

Übergewicht beeinträchtige die Lebensqualität und sei eine Hauptursache für viele Gesundheitsprobleme. Kaiser rät daher, sich mit den Ergebnissen der Studie „Markt-Check Kinderlebensmittel“ zu beschäftigen und insbesondere die Ernährung von Kindern und Jugendlichen darauf einzustellen.

Kinder würden von den Verkaufsstrategen zunehmend als umsatzstarke Klientel für stark zucker- und fetthaltige Produkte ins Visier genommen. Dies sei bedenklich, denn damit werde die Fehlernährung von Kindern nicht nur in Kauf genommen, sondern gefördert, so der Bürgermeister. Dies bedeute auch eine Mitverantwortung für die steigenden Zahlen übergewichtiger Kinder. Leider habe dies nach geltender Rechtlage aber keine Auswirkungen für die Hersteller. Daher sei der einzige erfolgversprechende Weg, dass sich mündige Bürgerinnen und Bürger informieren, welche Kinder-Lebensmittel tendenziell ein Gesundheitsrisiko darstellen. Auch Kenntnisse von Geschmacksverstärker, Farb- und Aromastoffen sowie sonstigen Zusätzen in Lebensmitteln seien nützlich. Eine alte Redensart gilt für den Verbraucherschutzdezernenten auch hier: „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.“ Wenn unkritisches Konsumieren von Lebensmitteln aller Art schon bei Kindern und Jugendlichen alltäglich sei, werde eine spätere Ernährungsumstellung sehr viel schwieriger. Oft sei ein deutliches Plus an Gesundheit auch gar nicht mit Verzicht verbunden. In den städtischen Kinderbetreuungseinrichtungen sei man problembewusst: „Kommerzielle Werbung für ungesunde Dickmacher ist dort tabu.“

Kaiser verwies abschließend auf den Internetzugang zur „Foodwatch-Studie“. Unter http://www.stadt-kassel.de/aktuelles/meldungen/18134/ sei die Datei allen Interessierten auf der Website der Stadt Kassel zugänglich.

(2192 Zeichen)


Bild: Druckansicht Druckansicht

Stadt Kassel
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Rathaus / Obere Königsstraße 8
34112 Kassel

Telefon: 0561 / 787-1231 oder 0561 / 787-1232
Telefax: 0561 / 787-87
E-Mail: presse@stadt-kassel.de

Pressesprecher Hans-Jürgen Schweinsberg
Pressesprecherin Petra Bohnenkamp

Kassel und die Region im Internet:www.kassel.de
Die Stadtverwaltung im Internet: www.stadt-kassel.de

presse-service.de Die Pressestelle documenta-Stadt Kassel ist Mitglied bei www.presse-service.de. Dort können Sie Mitteilungen weiterer Pressestellen recherchieren und per E-Mail abonnieren.