27. März 2012. Als „ein niedrigschwelliges, szenenahes, suchtbegleitendes Angebot“ und „Teil eines ordnungspolitischen und sozialpolitischen Strategiekonzeptes zum Suchtmittelkonsum im öffentlichen Raum“ wird die Stadt Kassel in der Weserstraße 1 b ab 1. Mai Örtlichkeiten anmieten. Dort werde man vorbehaltlich der Genehmigung des Regierungspräsidenten einen Trinkraum anbieten, teilte Bürgermeister Jürgen Kaiser nach einem entsprechendem Magistratsbeschluss im städtischen Pressedienst mit.
Betrieben werde dieser Trinkraum von einer freien christlichen Drogeninitiative im Auftrag der Stadt Kassel. Es handele sich dabei um ein Pilotprojekt, das auf den Erfahrungen der Stadt Kiel aufbaue. Das Projekt Trinkraum sei zunächst für ein Jahr befristet und ende am 30. April 2013.
Kaiser wies darauf hin, das Ziel dieses Angebotes sei es, alkoholkranken Menschen, die ihren Lebensmittelpunkt auf der Straße hätten und infolge ihres in der Öffentlichkeit ausgeübten Alkoholkonsums in Kritik geraten seien, einen menschenwürdigen und tolerierten Aufenthaltsbereich zu gewähren und damit auch zu einer Befriedung der Kasseler Innenstadt beizutragen.
Die Besucher des Trinkraums müssen verschiedene Grundregeln wie kein Konsum illegaler Drogen, kein Konsum branntweinhaltiger Getränke, kein Mitführen von Waffen und kein Vandalismus beachten. Der Verzehr nicht branntweinhaltiger Getränke sei gestattet ebenso das Rauchen in einem separaten Bereich. Auch Hunde dürfen mitgeführt werden.
In der Aufbauphase in den Monaten Mai und Juni sei der Trinkraum zunächst an vier Wochentagen, im Juli an fünf Wochentagen für jeweils sechs Stunden zwischen 12 Uhr und 19 Uhr geöffnet. Im späteren Verlauf werde eine Öffnung von Montag bis einschließlich Samstag von 12 Uhr bis 19 Uhr angestrebt.
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