Bundesverkehrsminister Ramsauer informiert sich über Kasseler Modellvorhaben „Fahrradvermietsystem Konrad“

19. April 2012. Rechtzeitig zum Start der Fahrradsaison wurde das Fahrradvermietsystem Konrad am 29. März 2012 in Kassel in Betrieb genommen. Im documenta-Jahr steht Konrad mit 500 Fahrrädern an 50 Stationen für die Nutzer bereit. Das Kasseler Projekt vervollständigt die Liste der insgesamt sechs Kommunen mit Modellvorhaben, die seit Frühjahr 2010 ein innovatives öffentliches Fahrradvermietsystem installiert haben.

Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer sagte bei einem Besuch vor Ort am 19. April: „Das Fahrrad wird hier zu einem Teil des öffentlichen Personennahverkehrs - dies ist vor allem im Berufsverkehr ein klarer Vorteil. Die Mitnahme des Drahtesels in überfüllten Bahnen entfällt ebenso wie der Fußmarsch von der Haltestelle bis zum Ziel. Denn für diese Wegstrecken stehen Leihfahrräder an zentralen Punkten des Stadtgebiets bereit.“

Die Stadt Kassel erhält im Rahmen des Wettbewerbes „Innovative öffentliche Fahrradverleihsysteme - neue Mobilität in Städten“ des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung eine Förderung in Höhe von knapp 1,5 Millionen Euro zur Einrichtung eines Fahrradverleihsystems. Ausgezeichnet wurden vor allem die innovativen Ideen zur Verknüpfung von Fahrrad und ÖPNV in Form von Guthabencodes auf Einzelfahrscheinen und Zeitgutschriften für Abo-Kunden. Durch die im Wettbewerb formulierte Vorgabe der Kombination von Fahrrad und ÖPNV sowie das gemeinsame Verständnis, ein Angebot für alle Verkehrsarten bereitzustellen, wurde das Fahrradvermietsystem Konrad unter Federführung der Stadt Kassel in Kooperation mit der Kasseler Verkehrs-Gesellschaft AG und dem Nordhessischen Verkehrsverbund entwickelt.

„Das Kasseler Fahrradvermietsystem Konrad zeichnet sich vor allem durch die bisher einzigartige Kombination der Fahrräder mit der Systemtechnik aus“, sagte der Kasseler Stadtbaurat Christof Nolda.

Die Fahrräder, die als stabile Postfahrräder für die Royal Mail entwickelt wurden und sich dank ihrer Robustheit mittlerweile als verbreitete Fahrräder in Vermietsystemen wiederfinden, kommen von der Schweizer Fahrradfirma Simpel. Die Systemtechnik, die seit mehr als 10 Jahren erprobt und stetig weiterentwickelt wurde, liefert die DB Rent GmbH.

Für den Geschäftsführer des Nordhessischen Verkehrsverbundes Wolfgang Dippel liegen die Stärken des Systems in der Verknüpfung mit dem öffentlichen Nahverkehr: „Dort, wo die Menschen aus Nordhessen ankommen - an den Haltestellen und Bahnhöfen - können unsere Fahrgäste jetzt ihre Wege mit dem Fahrrad schnell und unkompliziert fortsetzen. Darin liegt die Zukunft der Mobilität: umweltschonend und bedarfsorientiert alle vorhandenen Verkehrsträger sinnvoll miteinander zu kombinieren. Wir werden überlegen, wie Konrad weiter in die Region verknüpft werden kann.“

Das Kasseler System trägt den Eigennamen Konrad. Dieses Wortspiel beinhaltet einerseits das „K“ für Kassel, andererseits „rad“ für Fahrrad sowie die Präposition „mit“ (kon = con). Durch den Eigennamen soll die Identifikation der Kasseler Bürgerinnen und Bürger mit dem Fahrrad gefördert werden.

„Seit der Eröffnung Ende März konnte ein stetiges Interesse am Fahrradvermietsystem beobachtet werden. Trotz des kühlen Aprilwetters nutzten bisher knapp 3.000 interessierte Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit, sich bei Konrad zu registrieren. Auch die Nutzungszahlen zeugen mit über 4.500 Fahrten von hohem Interesse“, so Stadtbaurat Nolda.

Weitere Informationen sowie die Möglichkeit zur Registrierung für Konrad sind auf der Homepage www.konrad-kassel.de erhältlich.

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