Mit Gesten Musik schaffen

24.04.2012 | Herten

„Soundpainting-Performance“ im Schloss Herten

Ein multidisziplinäres Ensemble dirigieren und den Musikern trotzdem Freiraum für eigene Ausgestaltung geben – mit „Soundpainting“ ist dies möglich. Im Rahmen einer Fortbildung haben Lehrerinnen und Lehrer der Hertener Musikschule die Grundlagen dieser Kompositions- und Dirigiersprache erlernt und laden nun alle Interessierten zu ihrer Abschlusspräsentation am Sonntag, 29. April, um 12.30 Uhr im Schloss Herten ein. Der Eintritt ist frei.

Soundpainting stammt ursprünglich aus dem Jazz-Bereich und umfasst mittlerweile über 800 Gesten. Der Dirigent, bzw. „Soundpainter“ gibt dem Ensemble mit diesen Gesten Parameter und Spielanweisungen vor, in deren Rahmen sich die Ausführenden frei bewegen können. Der Soundpainter selbst wiederum greift Material und Ideen der Spieler auf und kann mithilfe der Gesten die Komposition, die im Moment entsteht strukturieren und kreieren.

Soundpainting ist nicht nur mit professionellen Künstlern möglich, sondern bietet sich auch im musikpädagogischen Bereich an. Es geht nicht darum, einen bestimmten Stil zu erlernen, sondern die Kreativität und Spontanität jedes einzelnen Musikers zu entwickeln. Ausdruck, Kommunikation, Gehörbildung und visuelle wie motorische Aspekte werden durch diese Technik gefördert. „Durch Soundpainting können Ensembles ganz unabhängig von Alter und Können der Mitglieder zusammengestellt werden – und jede Gruppe wird ihren ganz eigenen Rhythmus finden“, erklärt Sabine Fiebig, Leiterin der Musikschule.

Pressekontakt: Pressestelle, Nele Däubler (Pressesprecherin), Tel: 02366/303-357, Mail: n.daeubler@herten.de