„Kanalhaie“ geben nicht auf
03.05.2012 | Herten
Wieder unseriöse Firmen unterwegs - Stadt ruft zu Vorsicht auf
Wieder einmal halten unseriöse Firmen die Anlieger mehrerer öffentlicher Baumaßnahmen auf Trab: Sowohl am Paschenberg als auch in Herten-Süd versuchen so genannte „Kanalhaie“ erneut, die Gunst der Stunde zu nutzen und angebliche Schnäppchenangebote an den Mann zu bringen.
Zum Glück sind die Hertenerinnen und Hertener aufmerksam: Sowohl aus dem Bereich Paschenbergstraße/Zehlendorfer Straße/Steglitzer Straße/Achtenbecksweg als auch aus der Feige meldeten sich Anwohner bei der Stadt und berichteten, dass Firmen versuchten, Grundstückseigentümer zu Haustürgeschäften zu überreden. Die Firmen kämen aus Essen bzw. Düsseldorf und böten im Rahmen einer „Sonderaktion“ die Dichtheitsprüfung für 79 Euro an, so die Anwohner.
Dabei gehen diese Anbieter offensichtlich immer dreister vor: So soll ein Mitarbeiter einer der besagten Firmen sogar versucht haben, sich Zutritt zum Privatgrundstück einer älteren Dame zu verschaffen - mit dem Hinweis, er führe Vermessungsarbeiten im Auftrag der Stadt durch.
Marc Hermsen, Ingenieur und Spezialist für Dichtheitsprüfungen bei der Stadt Herten rät zur Vorsicht: "Man sollte sich immer einen Ausweis zeigen lassen, sich den Namen des Mitarbeiters und der Firma merken und im Zweifel bei uns nachhören. Im Normalfall kündigt die Stadt Herten derartige Hausbesuche aber rechtzeitig beim Grundstückseigentümer an."
Auch zu den Dumpingpreisen hat der Fachmann eine klare Meinung: „Unserer Auffassung nach kann dieser Preis nicht auskömmlich sein, da für die Prüfung spezielle Technik und ein bis zwei Mann Fachpersonal über einen Zeitraum von mehreren Stunden notwendig sind“, erklärt er. „Der übliche Preisrahmen für Einfamilienhäuser liegt nach wie vor bei rund 300 bis 500 Euro. Wir raten aufgrund unserer bisherigen Erfahrungen mit Firmen, die derartig niedrige Preise anbieten, zur äußersten Vorsicht“, betont der Ingenieur. Denn: Oftmals werden Niedrigpreise bei der Dichtheitsprüfung durch stark überteuerte Preise bei der Sanierung aufgefangen. Aber auch andere Tricks werden angewandt, um die Dumping-Preise wieder auszugleichen. Hier rät Marc Hermsen den Grundstückseigentümern: „Am besten sucht man sich am freien Markt zwei bis drei Firmen aus, fordert von diesen Unternehmen unverbindliche Angebote an und entscheidet sich dann in aller Ruhe.“
Wer Fragen zu Kanalinspektionen hat oder eine unseriöse Firma melden möchte, kann sich direkt an Fachmann Marc Hermsen wenden. Er ist erreichbar unter der Telefonnummer (02366) 303 191 oder per Email unter m.hermsen@herten.de
Weitere Informationen rund um das Thema „Dichtheitsprüfung“ gibt es auf den städtischen Internetseiten unter http://www.herten.de/leben-in-herten/tiefbau-test/stadtentwaesserung/dichtheitspruefung/index.html
Pressekontakt: Pressestelle, Nele Däubler (Pressesprecherin), Tel: 02366/303-357, Mail: n.daeubler@herten.de



