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Kommunale Gesundheitskonferenz wächst weiter

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08. Mai 2012
Kommunale Gesundheitskonferenz wächst weiter

(pen) „Die Altstadtgespräche zu Themen wie Demenz und Depression oder Veranstaltungen wie der Gesundheitstag - bereits diese wenige Beispiele zeigen: Wenn es um die gesundheitliche Versorgung geht, dann ist ´med in Hattingen´ für die Bürger der Stadt längst eine feste Größe. Der Zusammenschluss von Kliniken, niedergelassenen Ärzten, Apotheken und auch der Selbsthilfelandschaft der Stadt ist im Ennepe-Ruhr-Kreis bislang einzigartig. Auch aus diesem Grund“, so Konferenzkoordinatorin Katrin Johanna Kügler, „ist die jetzt beschlossene Mitgliedschaft dieser Interessensgemeinschaft in der kommunalen Gesundheitskonferenz ein klarer Gewinn.“

Neben der Vorstellung von „med in Hattingen“ durch Prof. Dr. André-Michael Beer von der Klinik Blankenstein und Bernd Baumhold vom Fachbereich Weiterbildung und Kultur der Stadt Hattingen bildete das Modellprojekt zur Versorgung von dementiell erkrankten Menschen im Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke einen weiteren Schwerpunkt der jüngsten Gesundheitskonferenz. Dr. Susanne Angerhausen berichtete auch darüber, wie der Wechsel der Betroffenen zwischen häuslicher Umgebung und Klinik gestaltet werden kann.

„Das Konzept ´Blickwechsel Demenz. Regional´ liefert auch für andere Kliniken im Ennepe-Ruhr-Kreis interessante Aspekte. Der Vortrag ist damit ein gutes Beispiel dafür, wie wir uns die Zusammenarbeit in der Gesundheitskonferenz vorstellen. Die Bürger und ihre gesundheitliche Versorgung profitieren unter dem Strich davon, dass alle, die in diesem Bereich Verantwortung tragen, regelmäßig an einem Tisch sitzen und sich austauschen“, zeigte sich Dr. Hans-Joachim Boschek, Leiter des Fachbereiches Soziales und Gesundheit der Kreisverwaltung, zufrieden.

Von Zusammenarbeit lebt auch das Projekt AMITAS. „Zielgruppe sind Menschen, die suchtkrank und trotz fehlender dauerhafter Pflegebedürftigkeit in Heimen untergebracht sind. Ihnen soll die Möglichkeit auf ein Leben in den eigenen vier Wänden eröffnet werden“, erläuterte Kügler. Um die vorhandenen Chancen zu nutzen, kooperieren Bethel.regional, die Theresia Albers Stiftung mit dem Haus Theresia in Hattingen und das Café Sprungbrett. Sie sorgen für passende und individuell abgestimmte Wohnangebote, die von stationär über teilstationäre bis hin zu ambulant betreut reichen, helfen dabei, den Alltag zu strukturieren und bieten mit einem Kontaktcafé eine Anlaufstelle. Kostenträger sind dann je nach Leistung der Landschaftsverband Westfalen Lippe oder der Ennepe-Ruhr-Kreis als Sozialhilfeträger. „Dies ist eine Verzahnung von Leistungen, die dazu beiträgt, Kosten zu sparen und die Versorgung der Betroffenen zu verbessern. Das Konzept wurde auf Anregung des Kreises entwickelt und dürfte landesweit momentan einmalig sein“, machte Kügler deutlich. Sie hofft, dass sich in naher Zukunft weitere Einrichtungen und Träger an AMITAS beteiligen.

Von allen Seiten gelobt wurde auch der Beginn des Projektes „Vorschulkinder lernen Schwimmen“. Unter dem Motto „Auf die Plätze, fertig, platsch“ haben der Fachbereich Soziales und Gesundheit des Kreises, der Kreissportbund und die SG Welper das Vorhaben an den Start gebracht. Den Sprung ins kalte Wasser wagen derzeit wöchentlich 60 Vorschulkinder aus vier Kindertagesstätten in Hattingen und Sprockhövel. „Ausgangspunkt für die Initiative, die ja auch von der kommunalen Gesundheitskonferenz ausging, sind Schätzungen der DLRG, nach denen zwei von drei Vorschulkindern nicht schwimmen können. Im Ennepe-Ruhr-Kreis wären das rund 1.900. Wir machen Kindern jetzt das Angebot, sich an das Wasser und die Bewegungsmöglichkeiten darin zu gewöhnen und wecken letztendlich das Interesse dafür, Schwimmen lernen lernen zu wollen“, berichtete Projektleiterin Margarethe Kubitza.

Stichwort Kommunale Gesundheitskonferenz
Zu den Teilnehmern zählen Ärzte, Politiker, Apotheker, und Zahnärzte sowie Vertreter von Kliniken, Krankenkassen, Wohlfahrtsverbänden und Selbsthilfegruppen. Sie verfolgen gemeinsam das Ziel, die gesundheitliche Situation der Bürger im Ennepe-Ruhr-Kreis zu verbessern und an  gesundheitspolitischen Planungen mitzuwirken. Rückfragen zur kommunalen Gesundheitskonferenz und ihrer Fachkonferenzen beantwortet Katrin Johanna Kügler vom Fachbereich Soziales und Gesundheit der Kreisverwaltung, Telefon: 02336/93 2651.




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Ennepe-Ruhr-Kreis, Pressestelle, Pressesprecher Ingo Niemann (V.i.S.d.P.), Hauptstr. 92, 58332 Schwelm
Telefon: 02336/93 2062, Fax: 02336/93 12062
Mail: pressestelle@en-kreis.de, Internet: www.en-kreis.de