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Pflegekonferenz diskutierte Fachkräftemangel

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21. Mai 2012
Pflegekonferenz diskutierte Fachkräftemangel

(pen) „Bei jungen Menschen unpopulär, aber eine Beschäftigung, die im Vergleich zu anderen eine sichere Perspektive bietet.“ Mit diesen Worten charakterisierte Thomas Helm, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hagen, Ruf und Realität für eine Beschäftigung in Pflegeberufen. Helm zeigte den Mitgliedern der Pflegekonferenz im Ennepe-Ruhr-Kreis eindrucksvoll auf, wie viele Kräfte in den nächsten Jahren aus den Kranken- und Altenpflegeberufen ausscheiden werden und wie sich vor dem Hintergrund des demografischen Wandels der Bedarf an Fachkräften weiter erhöhen wird.

„In den letzten zehn Jahren stieg die Zahl der in der Alten- und Sozialpflege Beschäftigten von 1.750 auf 2.700, also um mehr als 50 Prozent. Und bis 2020 gilt es im Ennepe-Ruhr-Kreis 600 Fachkräfte zu ersetzen, die aus Altergründen im Pflegebereich nicht mehr zur Verfügung stehen“, nannte Helm Zahlen. Damit die Pflegeberufe im Wettbewerb um die Fachkräfte mithalten können, hält er eine bessere Bezahlung für notwendig, „Hier sind die Kostenträger und die Politik gefordert.“

Interessiert nahmen die Teilnehmer zudem zur Kenntnis, dass die berufliche Verweildauer bei Umschülern, die im mittleren Lebensalter in den Beruf einsteigen, deutlich höher ist als bei jungen Erstausgebildeten. „Daher“, so Helm, „ist es von großer Bedeutung, erfahrene Frauen und Männer nach der Familienphase oder bei einer anderen beruflichen Neuorientierung für die Pflegeberufe zu interessieren und zu mobilisieren.“ Mit Blick auf den Nachwuchs gelte es, durch Partnerschaften zwischen Ausbildungseinrichtungen und Schulen, über Schnuppertage und Praktika das Interesse an den Pflegeberufen zu erhöhen. Eine Perspektive für einen Imagewandel wird von Teilnehmern der Pflegekonferenz durchaus gesehen. „Schließlich“, so ihre Beobachtung, „habe beispielsweise der noch neue Bundesfreiwilligendienst dazu beigetragen, junge Leute als Auszubildende in den Pflegeeinrichtungen zu halten.“

Die Mitglieder der Pflegekonferenz bemühen sich sowohl um berufliche Rückkehrer als auch um den Nachwuchs. „So haben wir im Februar dieses Jahres eine Veranstaltung zur Gewinnung von Wiedereinsteigern in die Pflege organisiert und durch unsere Teilnahme an der Ausbildungsmesse des Ennepe-Ruhr-Kreises wollen wir im Herbst den jungen Menschen die Pflegeberufe näher bringen“, berichtet Elke Zeller, Pflegekoordinatorin der Kreisverwaltung.

Die Pflegekonferenz, die derzeit aus 19 Mitgliedern und einer Vielzahl von Gästen besteht, kommt zweimal jährlich zusammen und setzt sich aus Vertretern der ambulanten und stationären Altenpflege, der Wohlfahrtsverbände, der kommunalen Seniorenbüros und Krankenhäuser zusammen. Das nächste Treffen wurde für den 21. November terminiert. Informationen zur Pflegekonferenz erhalten Interessierte bei Elke Zeller, Tel. 02336/93 2480.




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Ennepe-Ruhr-Kreis, Pressestelle, Pressesprecher Ingo Niemann (V.i.S.d.P.), Hauptstr. 92, 58332 Schwelm
Telefon: 02336/93 2062, Fax: 02336/93 12062
Mail: pressestelle@en-kreis.de, Internet: www.en-kreis.de