22. Mai 2012. Dem Bebauungsplan „Langes Feld“ und der Behandlung der Anregungen zuzustimmen, hat jetzt der Magistrat der Stadtverordnetenversammlung auf Vorlage von Stadtbaurat Christof Nolda empfohlen. Gleichzeitig solle der Bebauungsplan von der Stadtverordnetenversammlung entsprechend des Baugesetzbuches als Satzung beschlossen werden, so die weitere Empfehlung. Dies teilte Oberbürgermeister Bertram Hilgen im städtischen Pressedienst mit. Die Vorlage solle die Stadtverordnetenversammlung voraussichtlich in ihrer Sitzung am 25. Juni beschließen.
Die Entwicklung des Langes Feldes zu einem Gewerbegebiet sei für die Zukunftsfähigkeit der Stadt von großer Bedeutung, unterstrich der OB. „Wenn wir wollen, dass unsere Kinder und Enkelkinder in Kassel und in der Region Arbeitsplätze finden, müssen wir heute die Voraussetzungen dafür schaffen.“ Diesen Anforderungen könne die Stadt Kassel mit den vorhandenen Flächen nicht mehr gerecht werden. Gerade mit Blick auf die positive wirtschaftliche Entwicklung der Stadt in den vergangenen Jahren sei es notwendig, dass die Politik die Rahmenbedingungen für die Zukunft schaffe. „Mit der Entwicklung des Langen Feldes wird dieser Anspruch eingelöst“, so Hilgen.
Das Gebiet des Bebauungsplanes Langes Feld umfasst über 176 Hektar, davon sind 75,6 Hektar Gewerbe- und Industrieflächen, also von Unternehmen nutzbare Flächen. Das Baugebiet kann bedarfsgerecht in Bauabschnitten entwickelt werden, so 26,7 Hektar in einem ersten Bauabschnitt, zirka 28,5 Hektar in einem zweiten und zirka 20,4 Hektar in einem dritten Abschnitt.
Die Gliederung des Baugebietes, so Stadtbaurat Nolda, ermögliche die Entwicklung eines gemischt strukturierten, modernen Industrieparks. Möglich sei die Ansiedlung einer großen Vielfalt qualifizierter Arbeitsplätze in unterschiedlich großen Unternehmen. Oberbürgermeister Hilgen ergänzte, ausgeschlossen seien gezielt flächenintensive und beschäftigungsextensive Logistikbetriebe. Hier gebe es mit dem Güterverkehrszentrum bereits einen Standort in Kassel. Ausgeschlossen sei ebenfalls Einzelhandel.
Hilgen machte deutlich, das Planverfahren zum Langen Feld sei das ausführlichste und intensivste Beteiligungsverfahren der jüngeren Planungsgeschichte der Stadt Kassel. Bereits 2006 sei eine Machbarkeitsstudie präsentiert und eine erste Publikation mit dem Titel „Kassel im Dialog - Langes Feld Nr. 1“ veröffentlicht worden. 2008 habe die Präsentation des Klima- und Luftschadstoffgutachtens stattgefunden, parallel dazu sei eine zweite Broschüre herausgegeben worden. In 2009 habe es Veranstaltungen mit der Präsentation der Inhalte zur vorgezogenen Bürgerbeteiligung einschließlich der Vorstellung des Verkehrsgutachtens und erste Ergebnisse zum Lärmgutachten, die vorgezogene Bürgerbeteiligung, eine weitere Broschüre und die Präsentation aller Unterlagen und Gutachten im Internet gegeben. 2010 habe es neben den Sitzungen der Ortsbeiräte Oberzwehren und Niederzwehren die Präsentation des Lärmgutachtens und der Aktualisierung der klimatischen und lufthygienischen Modellrechnungen, weitere öffentliche Veranstaltungen zum Thema Verkehr sowie den Offenlagebeschluss durch die Stadtverordnetenversammlung am 6. Dezember 2012 mit der anschließenden Präsentation der Unterlagen im Internet gegeben.
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