(Wirtschaftsförderung Leverkusen) Zu viele Schilder? Wo ist eigentlich der Eingang zur City? Wie finde ich mich in den Parkhäusern zurecht und wo
kann ich mal mit meinen Kindern nach dem Einkauf
spielen? Diese und weitere Fragen wurden am Montag, 21. Mai,
in einem Workshop der Werbegemeinschaft City
Leverkusen als Trägerin der Immobilien und
Standortgemeinschaft für die City Leverkusen (ISG) lebhaft
und zielführend diskutiert.
240.000 Euro Landesförderung erhält die Immobilien- und
Standortgemeinschaft City Leverkusen in diesem Jahr für
ein Beschilderungssystem und für weitere Maßnahmen zur
Erhöhung der Aufenthaltsqualität in der City. Am
Montagabend wurden erste Planungsansätze zur Umsetzung der
Maßnahmen diskutiert.
Hierzu stelle Professor Walter Ackers aus Braunschweig erste
Ergebnisse seiner Untersuchungen nach geeigneten
Standorten für die geplante Beschilderung, für Ruhe und
Spielbereiche sowie sinnvolle Begrünungsmaßnahmen vor.
Ackers hatte bereits 2007 das städtebauliche Gutachten für
eine Gesamtentwicklung der City Leverkusen erstellt, das
von der ISG beauftragt und als Grundlage für konkretere
Maßnahmen, wie z.B. dem Beschilderungssystem und
Standortaufwertungen dient.
Ackers führte den Workshop-Teilnehmern zunächst die
Masse an teilweise irreführender Schilder in der Innenstadt
vor Augen und schlug damit die Brücke zum notwendigen
Aufbau eines durchdachten und einheitlichen
Orientierungssystems für die Besucher der City vor.
Besonders gravierend ist die mangelnde Orientierung aus
und in die zahlreichen Tiefgaragen. Hier war man sich
einig, dass dem Besucher dringend Orientierung gegeben
werden muss. Darüber hinaus müssen klare räumliche
Bezeichnungen für die einzelnen Abschnitte der Innenstadt
festgelegt werden. Veraltete Begriffe wie City A, City B und
City C müssen endgültig aus dem Sprachgeberauch
verschwinden und die Quartiere klar nach ihren Straßenoder
Platzbezeichnungen benannt werden.
Schwieriger stellte sich die Frage nach geeigneten
Maßnahmen für Ruhe und Spielbereiche und nach
Begründungsmaßnahmen. Professor Ackers verdeutlichte
anhand von Beispielen vor Ort welche negative Wirkung
uneinheitliches, ungepflegtes und lieblos platziertes Grün
auf die Passanten haben kann.
Am Beispiel der Otto-Grimm-Straße, die sich in den letzten
Jahren aufgrund von Eigeninitiative der Ladenbetreiber
enorm entwickelt hat, wurde aufgezeigt, wie durch eine
einheitliche Begrünung ein wertiger Eindruck einer ganzen
Straße und seiner Einzelhandels- und Gastronomieangebote aufgebaut werden kann, wenn alle Anlieger mitziehen.
Frank Schönberger, Vorsitzender der Werbegemeinschaft
brachte es zum Abschluss des Vortrages und den
Diskussionen auf den Punkt: „Wir haben erkannt, dass
eine Standortstärkung nicht gelingt wenn man immer neue
Dinge hinzufügt, sondern ihren Sinn und ihre Wirkung im
Gesamtzusammenhang berücksichtigt und aufeinander
abstimmt.“
WfL-Geschäftsführer Dr. Frank Obermaier ergänzte
zusammenfassend für das Plenum: „Wir haben wertvolle
Werkzeuge an die Hand bekommen. Jetzt müssen wir Gas
in der Umsetzung geben, um die Fördermittel fristgerecht
einsetzen zu können.“
Die WfL wird zugleich in den kommenden Tagen und
Wochen alle Hauseigentümer im ISG-Gebiet über die
Maßnahmen, die schnellstmöglich umgesetzt werden
sollen, informieren und um Engagement und finanzielle
Beteiligung am Eigenanteil der ISG, der Bestandteil bzw.
Voraussetzung der Landesförderung ist, werben.
Hintergrundinformationen
Pressekontakt: Stadt Leverkusen, Michael Wilde