Diakonisches Werk richtet Stelle „Fachkoordination Älterwerden in Niederzwehren“ ein

11. Juni 2012. Das Diakonische Werk wird zum 1. Juli im Auftrag der Stadt Kassel die neue Stelle einer „Fachkoordination Älterwerden in Niederzwehren“ einrichten. Aufgabe dieser Stelle ist, wie Stadtkämmerer und Sozialdezernent Dr. Jürgen Barthel sagt: „Die Bevölkerung des Stadtteils bei der Gestaltung des demographischen Wandels zu begleiten.“ Schwerpunktmäßig wird es darum gehen, gemeinsam mit den Organisationen und Initiativen vor Ort, die bestehenden Angebote so weiter zu entwickeln, dass sie auch gesundheitlich eingeschränkte Menschen und ältere Einwanderer erreichen.

Nach Beratungen mit Vertretern des Stadtteils und den Nutzern des bisher aus städtischen Mitteln geförderten Stadtteilzentrums Niederzwehren nimmt die Stadt mit der „Fachkoordination Älterwerden“ eine Neuausrichtung ihrer Seniorenarbeit im Kasseler Süden vor. Wie Dr. Barthel hervorhob, waren an der Trägerauswahl Harald Böttger, Vorsitzender des Ortsbeirats Niederzwehren, und Manfred Aul, Vorsitzender des Seniorenbeirats, als externe Berater beteiligt. Die Entscheidung für das Diakonische Werk fiel aufgrund von dessen langjährigen Erfahrungen mit vergleichbaren Vernetzungsprojekten und der breiten Palette seiner ehrenamtlich getragenen Hilfen.

Überall im Stadtgebiet altere die Bevölkerung und steige die Zahl der älteren Alleinlebenden. Dabei blieben die Menschen länger aktiv, möchten ihre Fähigkeiten erhalten und einbringen. Gestiegen seien gleichzeitig der Wunsch nach Selbstbestimmung und die Hoffnung, im Bedarfsfall wohnortnah Unterstützung zu finden. Das erfordere neue Formen des nachbarschaftlichen Engagements und der Teilhabe. Dr. Barthel erwartet von der „Fachkoordination Älterwerden Niederzwehren“ hierzu wertvolle Anregungen, die der kommunalen Seniorenpolitik insgesamt zugutekommen sollen.

„Zu keinem Zeitpunkt“, so der Kasseler Sozialdezernent, „standen die bislang in den Stadtteil geflossenen Mittel in Höhe von 52.000 Euro infrage.“ Wichtig sei ihm allerdings, die Gelder dorthin zu lenken, wo der dringlichste Handlungsbedarf bestehe. Das am Stadtteilzentrum Niederzwehren bestehende Kursprogramm sieht er durch die Umstrukturierung nicht gefährdet, stünden doch für den Fall, dass die Arbeiterwohlfahrt die Kurse nicht weiterführe, eine Reihe geeigneter Partner für die Organisation von Bildungsangeboten zur Verfügung – allen voran das Elisabeth-Selbert-Haus. Die Stadt sehe sich selbstverständlich hier weiter in der Verantwortung. Dazu erklärte Barbara Koblitz als zuständige Fachbereichsleiterin des Diakonischen Werks: „Natürlich werden auch wir die Kurse nicht aus dem Blick verlieren, sehen wir uns doch als Begleiter des gesamten Stadtteils und seiner Bürgerinnen und Bürger auf dem Weg ins Alter.“

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