
(pen) „Sehenswert und bestens geeignet, um im Wettbewerb um die besten Köpfe ideenreich und auf nicht alltägliche Weise auf den Ennepe-Ruhr-Kreis aufmerksam zu machen. In rasanten Bildern und mit witzigen Einfällen wird gezeigt, warum es sich lohnt, zwischen Breckerfeld und Hattingen, Wetter und Witten zu arbeiten und zu leben.“ Am Ende des Kurzfilmes „Perspektiven für Entdecker“ zeigte sich Regierungspräsident Dr. Gerd Bollermann beeindruckt. Zum Meinungsaustausch mit Landrat Dr. Arnim Brux war der Chef der Bezirksregierung Arnsberg jetzt im Schwelmer Kreishaus zu Gast, auf der Tagesordnung standen insbesondere Wirtschaftsthemen.
„Die Botschaften des Films können stellvertretend für viele Städte und Kreise in unserer Region stehen“, so Bollermann. Fachkräfte fänden hier Arbeitsplätze in innovativen Unternehmen und könnten von guten Aufstiegschancen profitieren, Lebenshaltungskosten und Grundstückspreise seien im Vergleich zu Metropolen niedriger, die Landschaft vielfältiger und das Umfeld für den Nachwuchs bestens geeignet.
„Wir als Ennepe-Ruhr-Kreis können neben den vielen mittelständischen Unternehmen zusätzlich mit einer sehr hohen Zahl an Weltmarktführern punkten und verlangen unseren Bürgern in Sachen Freizeitgestaltung die Qual der Wahl ab. Schließlich gibt es nicht nur im Kreis jede Menge Angebote, auch die umliegenden und schnell erreichbaren Großstädte an Ruhr und Rhein bieten quasi täglich Hochkarätiges“, skizzierte Brux.
Einig waren sich Bollermann und Brux, dass diese Vorzüge der Region niemanden dazu verleiten sollten, die Hände in den Schoß zu legen. „Sinkende Bevölkerungszahlen, Überalterung und gravierende Verschiebungen in der Struktur der Beschäftigten stellen für Arbeitgeber, Arbeitnehmer und die politischen Entscheidungsträger große Herausforderungen dar. Um sie zu bewältigen, ist entschlossenes und kreatives Handeln erforderlich.“
Der Ennepe-Ruhr-Kreis und die Wirtschaftsförderungsagentur sind hier bereits auf einem guten Weg. „Veranstaltungsreihen zu Themen wie Fachkräftemangel und Wissenstransfer, unsere Aktivitäten im Zusammenhang mit dem demografischen Wandel und die Ausbildungsmesse sind hierfür nur einige Beispiel“, so Brux.
Einen Beitrag, der auf den gesamten Regierungsbezirk zielt, will die Initiative „Mitten in Westfalen“ leisten. Bollermann: „Wir verfügen im Regierungsbezirk Arnsberg über großes Potenzial und viele kluge Köpfe, die der Initiativkreis zusammenbringen will. Ziel muss es sein, dass die beiden Regionen Ruhrgebiet und Südwestfalen konstruktiv und zum Wohle aller kooperieren. Aufgrund seiner Lage fällt dem Ennepe-Ruhr-Kreis dabei eine wichtige Scharnierfunktion zu.“
Wie im Ennepe-Ruhr-Kreis stehen auch auf dem Handlungsplan der Initiative die Förderung des Wissenstransfers zwischen Hochschulen und Unternehmen, die gemeinsame Entwicklung von Projekten gegen den Fachkräftemangel und die Steigerung der Bekanntheit der Regionen. „Und“, so Bollermann, „die Initiative plant auch so genannte Flüssekonferenzen. Diese als Regionalkonferenzen angelegten Veranstaltungen sollen verschiedene Themen aufgreifen. Die erste dieser Konferenzen wird als Ruhrtalkonferenz voraussichtlich im kommenden Herbst/Frühjahr stattfinden.“
Stichwort „Perspektiven für Entdecker
Erik Mayerhofer, fiktive Hauptfigur des Films, ist zusammen mit Frau Katy und den Kindern Mareike und Lukas vor 12 Monaten aus München in den Ennepe-Ruhr-Kreis gezogen. Im besten bayerischen Akzent macht er Werbung für die Region und ihre Vorzüge, räumt mit Vorurteilen über das Ruhrgebiet auf. Sein Fazit: „Ihr seht, im Kreis und in den Städten drumrum gibt es eine Menge zu entdecken, leider hats auch da nur 54 Wochenenden im Jahr.“ Mayerhofer zur Seite springen die bekannten Persönlichkeiten Fritz Eckenga, Manni Breuckmann und Ulrich Schlitzer.