Bocholt, 28. Juni 2012
Endspurt für städtisches Förderprogramm
Sonderaktion zur Flachdachsanierung läuft noch bis Ende Juli
Bocholt (PID).
Noch bis 31. Juli gibt es von der Stadt Bocholt einen erhöhten Zuschuss für die Sanierung von Flachdächern: 25 Prozent mehr als im Rahmen des Förderprogramms „Altbau optimal“ sonst üblich.
„Ich weiß, es fällt schwer, im Hochsommer an Kälte, Winter und Heizkosten zu denken“, sagt Angela Theurich, Umweltreferentin der Stadt Bocholt, „doch es lohnt sich. Unsere befristete Sonderaktion läuft nur noch einen Monat – dann ist endgültig Schluss.“ Wer Interesse hat, sollte sich also sputen und zügig einen Termin für die Sanierungsberatung vereinbaren, die Voraussetzung für die Teilnahme am Förderprogramm ist. Für die Anmeldung zur Sanierungsberatung finden Interessierte das passende, sehr einfache Formulare auf der städtischen Homepage www.bocholt.de , unter der Rubrik Rathaus, Umwelt. Wer das Internet nicht nutzen möchte, kann auch telefonisch eine Fördermappe mit sämtlichen Unterlagen anfordern und erhält sie dann per Post. Ansprechpartnerin hierfür ist Doris Nienhaus, Tel. 02871/ 953 254. Wer im Anschluss an die Beratung Fördermittel für die Verbesserung seines Flachdachs in Anspruch nehmen möchte, findet die Anträge hierfür ebenfalls im Internet unter www.bocholt.de. Wichtig für jede Förderung ist, dass Hausbesitzer ihre Aufträge erst dann vergeben, wenn sie den Förderbescheid in den Händen haben. Wer früher beginnt, geht leer aus.
25 Prozent mehr Geld
Die Sonderförderung beträgt je nach Dämm-Stärke zwischen 17,50 und 23,50 Euro pro Quadratmeter Dachfläche. Maximal beträgt der Zuschuss zehn Prozent der förderfähigen Kosten sowie 2.500 Euro pro Objekt. Parallel dazu gibt es für diese energetische Sanierung günstige Kredite über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). 34 Flachdächer wurden im Rahmen der Sonderaktion bereits bezuschusst, teilt die Verwaltung mit.
28 Zentimeter Dämmung
„Viele Flachdächer in Bocholt sind leider immer noch ungenügend gedämmt. Sie haben eine Dämmstärke von nur fünf bis zehn Zentimetern“, bemerkt Stadtbaurat Ulrich Paßlick an. Heute vorgeschrieben sind mindestens 24 Zentimeter. Die Folge ist ein hoher Wärmeverlust. Damit verbunden sind höhere Heizkosten und ein vermeidbarer Ausstoß des klimaschädlichen Kohlendioxids. Rechenexempel: Zum Beispiel braucht ein Flachdach mit 150 Quadratmetern bei einer Dämmung von zehn Zentimetern rund 504 Liter Öl pro Jahr, bei einer Dämmung von 28 Zentimetern nur noch 126 Liter pro Jahr. Das entspricht einer Ersparnis von fast 75 Prozent. Zuschüsse aus dem Sonderprogramm erhalten Hausbesitzer, wenn sie ihre Dachdämmung auf mindestens 28 Zentimeter erhöhen. „Eine gute Dämmung entlastet die Haushaltskasse und hilft dem Klima“, so Paßlick. Im Rathaus freut man sich, dass die Hausbesitzer großes Interesse an der Aktion zeigen. Die Informationsveranstaltungen zum Auftakt des Sonderprogramms waren außerordentlich gut besucht.
Die Finanzierung der Sonderaktion erfolgt über die Fördermittel der NRW-Klimakommune. Im Jahr 2009 wurde die Stadt Bocholt als „NRW-Klimakommune der Zukunft“ für ihr Konzept der praktischen Umsetzung von Maßnahmen zum Klimaschutz und zur Klimaanpassung im ländlichen Raum ausgezeichnet. Ein wesentlicher Bestandteil dieses Integrierten Klimaschutz- und Klimaanpassungskonzeptes (IKKK) ist die energetische Verbesserung der Gebäudesubstanz und sowie der Haustechnik. „Klimaschutz wird in Bocholt im Wesentlichen im Gebäude-Altbestand und auf dem Verkehrssektor entschieden“, ist sich Angela Theurich, Leiterin des städtischen Umweltreferates, sicher. Die Stadt will für Hauseigentümer Anreize schaffen, ihre Immobilie energetisch zu sanieren und damit einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten – etwa mit Beratungsangeboten und Fördermöglichkeiten. Die bisher aus der Förderung resultierten Maßnahmen der Jahre 2009 und 2010 bringen bereits eine jährliche Kohlendioxid-Reduktion von 8.900 Tonnen.
Pressekontakt: Stadt Bocholt - Fahrradfreundlichste Stadt Deutschlands, Umweltreferat, Angela Theurich, Tel.: 02871 / 953 - 137