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HAZ unterstützt Kampagne „Pflege und Beruf“

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02. Juli 2012
HAZ unterstützt Kampagne „Pflege und Beruf“

(pen) Ende Februar wurde im Ennepe-Ruhr-Kreis eine Informationskampagne zur Vereinbarkeit von Pflege und Beruf gestartet. Ziel ist es, für das Thema zu sensibilisieren und es zu enttabuisieren. Hintergrund: Während es im beruflichen Umfeld selbstverständlich ist, an der Geburt eines Kindes Anteil zu nehmen, hängt es kaum jemand an die große Glocke, wenn der Alltag plötzlich Kopf steht, weil Eltern oder Angehörige nicht mehr allein zurechtkommen.

 

Mit der Kampagne „Pflege und Beruf“ soll den Betroffenen den Spagat zwischen Pflegebett und Arbeitsplatz erleichtert werden. Den Initiatoren des Netzwerk W(iedereinstieg) EN ist es gelungen, für Motive auf Postkarten und Plakaten zum einen berufstätige Menschen zu gewinnen, die Angehörige pflegen. Zum anderen machen Unternehmer deutlich „Sie pflegen? Wir unterstützen Sie“.

 

Als Pionierunternehmen konnten zum Start der Kampagne die hwg und die AVU gewonnen werden. Jetzt gibt es mit dem HAZ einen weiteren Partner. Warum, das erläutert Manfred Gosker, Geschäftsführender HAZ-Vorstand im Gespräch mit der Redaktion.

 

pen: Warum beteiligt sich Ihr Unternehmen an der Kampagne?


Gosker: HAZ Arbeit + Zukunft ist als Arbeitgeber daran interessiert, seinen Angestellten neben einem allgemein guten Betriebsklima eine Perspektive auch in schwierigen privaten Lebenssituationen zu bieten. Wir wollen unser Personal langfristig an uns binden und pflegen einen guten Umgang mit unseren personellen Ressourcen. Gerade vor dem Hintergrund des Demografischen Wandels halten wir dies für unerlässlich.


pen: Was tun Sie bereits konkret für Ihre pflegenden Beschäftigten?


Gosker: Mit unserem 2012 neu installierten Betriebsrat haben wir eine feste Anlaufstelle für die Belegschaft geschaffen. Doch auch schon im Vorfeld haben wir Mitarbeitende weitgehend in den Phasen der Pflege und Belastung durch Pflegeverantwortung unterstützt. Hauptsächlich geschah dies bisher dahingehend, dass es für die Belegschaft möglich war, die Arbeitszeiten den Pflegezeiten anzupassen. Auch kurzfristig konnten Termine, wie zum Beispiel für die Begutachtung durch den medizinischen Dienst, durch Angestellte wahrgenommen und Vertretungssituationen schnell und unbürokratisch herbeigeführt werden.


pen: Was ist geplant?


Gosker: Wir schaffen gerade innerhalb des Betriebsrates einen festen Ansprechpartner in Sachen „Pflege und Beruf“ für die Belegschaft. Darüber hinaus werden wir alle Mitarbeitenden, die in diese verantwortungsvolle und oftmals nicht einfache Situation kommen, auch weiterhin begleiten. Wir werden unseren Angestellten außerdem Unterstützung durch eines unserer Tochterunternehmen anbieten. Dieses bietet Orientierung im Hilfesystem durch persönliche Beratungsgespräche, auch im Vorfeld eines zu erwartenden Pflegefalls an. Es können individuelle Unterstützungsbedarfe geklärt und Betreuungs- und Pflegearrangements organisiert werden.


Übrigens: Mit der Unterschrift ist das HAZ jetzt doppelt an der Kampagne beteiligt, schließlich ist Frank Przybilla, als pflegender Angehöriger ein Gesicht der Kampagne, HAZ Mitarbeiter.
Stichwort Netzwerk W(iedereinstieg) Ennepe-Ruhr
Das Netzwerk ist eine Initiative regionaler Akteure. Es engagiert sich für den Wiedereinstieg von Frauen ins Erwerbsleben und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, seit 2009 insbesondere auch um die Vereinbarkeit von Beruf und Angehörigenpflege. Für die Kampagne „Pflege und Beruf“ sollen bis 2013 insgesamt 20 Unternehmen ins Boot geholt haben. Derzeit laufen daher in verschiedenen Städten Gespräche, weitere Beitritte werden wohl in der zweiten Hälfte 2012 folgen.


Das Netzwerk wird koordiniert von der Demografiebeauftragten des Ennepe-Ruhr-Kreis, Christa Beermann, Tel.: 02336/93 22 23, Email: C.Beermann@en-kreis.de.




Zu dieser Meldung können wir Ihnen folgendes Medium anbieten:

haz

Unterzeichneten die Vereinbarung: Christa Beermann, Manfred Gosker und Stefan Keppel, HAZ Betriebsratsvorsitzender/Bild: UvK/Ennepe-Ruhr-Kreis
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Ennepe-Ruhr-Kreis, Pressestelle, Pressesprecher Ingo Niemann (V.i.S.d.P.), Hauptstr. 92, 58332 Schwelm
Telefon: 02336/93 2062, Fax: 02336/93 12062
Mail: pressestelle@en-kreis.de, Internet: www.en-kreis.de