Delegation aus Gwangju/Südkorea informiert sich über Solarregion Kassel

25. Juli 2012. Eine Delegation um Bürgermeister Un Tae Kang aus der südkoreanischen Millionen-Metropole Gwangju ist derzeit zu Gast in Kassel, um sich mit nordhessischen Fachleuten über die Bereiche Dezentrale Energietechnologien und Energieeffizienz auszutauschen. Im Rathaus wurde sie jetzt von Oberbürgermeister Bertram Hilgen empfangen. Es mache schon ein wenig stolz, dass eine südkoreanische Millionenstadt, die auf ein regeneratives Energiekonzept setzt, sich Anregungen aus der Kasseler Solarregion hole, erklärte OB Hilgen. Das zeige einmal mehr den guten Ruf, den sich die nordhessische Großstadt – vor einem Jahr Ausrichter des Welt Solar Kongresses - mittlerweile auch international in diesem Bereich erworben habe. „Kassel hat sich zu einer Plattform für die Energiefragen der Zukunft entwickelt. Das wird registriert.“

Kassel und das südkoreanische Gwangju verfolgten beide ehrgeizige Ziele im Bereich Dezentrale Energietechnologien und Energieeffizienz - daher könnten beide Seiten von dem Expertenwissen und einem engen Austausch sicherlich profitieren, so Hilgen weiter.

Die Gäste aus der mit rund 1,5 Millionen Einwohnern sechstgrößten Stadt Südkoreas informierten sich vor dem Besuch bei OB Hilgen auch bei Kasseler Unternehmen aus dem Bereich der Dezentralen Energietechnologien und führten Gespräche an der Kasseler Universität sowie mit dem Fraunhofer Institut IWES.

Entstanden ist der Kontakt über ein im Jahr 2010 gestartetes Forschungsprojekt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zwischen Deutschland und Südkorea. Bearbeitet wird dieses durch das Clusternetzwerk deENet und seine beiden Partnerfirmen CUBE Engineering GmbH und Klima- und Energieeffizienzagentur (KEEA).

Das Forschungsvorhaben mit der Bezeichnung „dEcoSense“ (decentralized Eco-Sustainable Energy System for South Korea) zielt darauf ab, in einem fortwährenden „Best-Practise Austausch“ Potentiale für den Ausbau von erneuerbaren Energien sowie Energieeffizienzmaßnahmen zu erschließen. So war eine deutsche Delegation im vergangenen Monat bereits in Gwangju und hat dort mit südkoreanischen Lokalpolitikern, Institutionen, Wissenschaftlern und Unternehmenspartnern eine mögliche Zusammenarbeit beraten. Beim jetzigen Gegenbesuch wurde dann eine Absichtserklärung zwischen den drei Projektfirmen deENet, CUBE und KEEA mit der Stadt Gwangju unterzeichnet.

„In Kassel ist man sich sehr bewusst, dass Kommunen eine besondere Verantwortung haben. Denn bis 2030 werden 60 Prozent der Weltbevölkerung in Städten leben, und die verbrauchen etwa 80 Prozent aller Ressourcen. Deshalb beginnt Klimaschutz vor Ort und jeder von uns kann etwas dazu beitragen, ohne dass wir auf Wohlstand und Lebensqualität verzichten müssen“, sagte Oberbürgermeister Hilgen abschließend.

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