Land soll Finanzierungszusage zur Musikakademie geben

28. August 2012. Vorrangig die pädagogische Musikausbildung für die Region, insbesondere für die Musikschulen in Nordhessen, soll künftig die Musikakademie der Stadt Kassel sicherstellen. Dies hat jetzt der Magistrat nach Mitteilung von Oberbürgermeister Bertram Hilgen der Kasseler Stadtverordnetenversammlung zur Beschlussfassung empfohlen. Voraussetzung solle allerdings sein, dass das Land Hessen rechtsverbindlich zusage, auch künftig Kosten der Musikakademie mindestens im bisherigen Umfang zu erstatten, und der Stadt Kassel keine zusätzlichen Kosten entstünden.

Um dieses Ziel zu erreichen, solle ab dem Wintersemester 2012/2013 ein Bachelorstudiengang „Instrumental-/Gesangspädagogik“ eingerichtet werden. Das hierzu notwendige Akkreditierungsverfahren, so Oberbürgermeister Hilgen weiter, sei zwischenzeitlich erfolgreich abgeschlossen. Parallel dazu seien die vier hessischen Musikakademien - neben Kassel Wiesbaden, Darmstadt und Frankfurt - durch eine Novellierung des Hessischen Berufsakademiegesetzes als Berufsakademie anerkannt und damit berechtigt, einen Bachelorabschluss zu vergeben.

Das nun zuständige Ministerium, nämlich das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst, habe signalisiert, dass die künftige Finanzierung der Musikakademien insgesamt durch das Land neu strukturiert werden soll. Diese solle sich nicht mehr wie bisher an den tatsächlichen Personalkosten für Lehrkräfte orientieren, sondern an den Kosten eines Studienplatzes.

Zu dieser Problematik, so Hilgen weiter, habe er bereits gegenüber Staatsministerin Eva Kühne-Hörmann deutlich gemacht, dass es für die Stadt wichtig und unverzichtbar sei, dass das Land verbindlich gegenüber der Stadt erkläre, in welcher Höhe in den nächsten Jahren Kosten, die der Musikakademie entstünden, durch das Land erstattet würden. Auch der Wegfall der rechtlichen Grundlage zur Erhebung der bisherigen Gastschulbeiträge für auswärtige Studierende führe zu einem Einnahmeausfall. Von Bedeutung für die Stadt sei darüber hinaus auch die Frage, ob die Studierenden der Kasseler Musikakademie als Studierende einer Berufsakademie BAföG-berechtigt seien. Auch diese Frage müsse so schnell wie möglich vom Ministerium geklärt werden, genauso wie die Betreuung der Studierenden durch das Studierendenwerk der Universität Kassel.

Hilgen unterstrich, angesichts ihrer Haushaltslage könne die Stadt Kassel keine weiteren finanziellen Verpflichtungen aus der Übernahme staatlicher Aufgaben übernehmen. „Die Stadt ist aber bereit, ihren Beitrag zur Kostenreduzierung zu leisten und über Sparpotentiale bei der Finanzierung der Musikakademien mit der Landesregierung im Gespräch zu bleiben.“

(2674 Zeichen)


Bild: Druckansicht Druckansicht

Stadt Kassel
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Rathaus / Obere Königsstraße 8
34112 Kassel

Telefon: 0561 / 787-1231 oder 0561 / 787-1232
Telefax: 0561 / 787-87
E-Mail: presse@stadt-kassel.de

Pressesprecher Hans-Jürgen Schweinsberg
Pressesprecherin Petra Bohnenkamp

Kassel und die Region im Internet:www.kassel.de
Die Stadtverwaltung im Internet: www.stadt-kassel.de

presse-service.de Die Pressestelle documenta-Stadt Kassel ist Mitglied bei www.presse-service.de. Dort können Sie Mitteilungen weiterer Pressestellen recherchieren und per E-Mail abonnieren.