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Pressemitteilung der Stadt Iserlohn vom 31.08.2012


Iserlohner Integrationskonzept: Angebot zur Sprachförderung vorgestellt

Schwerpunkt liegt bei Schulung von Müttern und Frauen mit Migrationshintergrund

Iserlohn.

Das Iserlohner Integrationskonzept wurde in den letzten zwei Jahren von Vertretern aus Politik, Verwaltung, Verbänden sowie Personen mit und ohne Migrationshintergrund erarbeitet und durch den Rat der Stadt Iserlohn, in der vom Integrationsrat vorgeschlagenen Form, im vergangen März verabschiedet. Ein Kernpunkt dieses Konzeptes liegt in der Sprachförderung von Müttern und Frauen mit Migrationshintergrund, die bei verschiedenen Projekten die Möglichkeit erhalten sollen, ihre Kommunikationskompetenzen in der Deutschen Sprache zu verbessern. Bei einem Pressegespräch in der Iserlohner Niederlassung der Euro-Schulen-Organisation "ESO" stellten die Stadt Iserlohn und die beteiligten Sprachkursträger fünf verschiedene Programme zur Sprachförderung vor, die von September bis Dezember angeboten werden.

Klaus-Peter Knops, Leiter des Ressorts Sicherheit, Bürger, Feuerwehr der Stadt Iserlohn, zu dem auch der Bereich Integration und Aufenthaltsrecht zählt, begrüßte die Anwesenden. Integrationsratsvorsitzender Ercan Atay bedankte sich bei den Vertretern der verschiedenen Sprachkursträger für die Zusammenstellung des breiten Angebotes ebenso wie bei den politischen Entscheidungsträgern, die die Sprachförderung durch ihre Bewilligung und Bereitstellung der finanziellen Mittel erst ermöglicht haben. Er betonte, dass er in dem Programm zur Sprachförderung eine große Chance sehe, die "in vielen Städten so nicht gegeben ist" und appellierte gleichzeitig an die angesprochenen Migranten, das Angebot auch zu nutzen.

Der Leiter der "ESO" im Märkischen Kreis, Özgür Gökce, zeigte sich ebenfalls erfreut über das Angebot zur Sprachförderung, an dem sich die Euro-Schule Iserlohn mit dem Kurs "Fit für das Leben - Yes we can!" beteiligt. In dem Kurs werden praxisnahe Alltagssituationen mit den Schwerpunkten "Interkulturelles Training", "Gesundheit und häusliche Pflege" und "Erziehung" eingeübt, die es den Frauen ermöglichen sollen, durch das Erlernen der deutschen Sprache selbstständiger und selbstbewusster zu werden und mit Erfolg am sozialen Leben in Deutschland teilnehmen zu können. Gökce erhofft sich so, das "Nebeneinanderleben" der verschiedenen Kulturen aufweichen zu können und betonte, dass dabei vor allem den Müttern der ausländischen Familien eine zentrale Rolle zukomme. Gleichzeitig appellierte er auch an die politischen Entscheidungsträger, dass solche Projekte keine "Eintagsfliegen" sein dürften.

Der Verein Integrative Sozialarbeit, kurz: "Isi e.V.", vertreten durch Ingrid Schumacher-Lojak, bietet einen Kurs unter dem Titel "Fit fürs Leben" an, der sich an Frauen richtet, die schon länger in Deutschland leben und trotzdem nur unzureichende Deutschkenntnisse besitzen. Ziel ist es, den Frauen die Kommunikation nach "außen" auch ohne Dolmetscher, wie zum Beispiel den eigenen Kindern oder dem Partner, zu ermöglichen. Die Frauen würden somit dazu befähigt, sich angemessen um die schulische oder berufliche Ausbildung der eigenen Kinder kümmern zu können oder Situationen wie Lehrergespräche und Arztbesuche selbstständig zu meistern.

Die Volkshochschule Iserlohn beteiligt sich mit einem Projekt, das speziell auf ehemalige Bewohnerinnen des Iserlohner Frauenhauses ausgerichtet ist, wie die Leiterin des Bereiches Sprachen an der VHS, Claudia Weigel, erklärte. Die Frauen, die weiterhin regelmäßige Betreuung erhalten, würden gezielt eingeladen, ihre bisher erworbenen Deutschkenntnisse zu erweitern. Dabei stehe nicht alleine die sprachliche Schulung im Mittelpunkt: Vielmehr solle den Frauen die Möglichkeit des Austausches gegeben werden, um ihre Erlebnisse in der Gemeinschaft verarbeiten zu können.

Der Kurs "Sprache will gesprochen werden" richtet sich an Eltern, die bereits an einem durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge angebotenen Integrationskurs teilgenommen haben, aber Schwierigkeiten aufweisen, das erlernte Wissen anzuwenden. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehe deshalb die Auffrischung des Grundwissens, jedoch anhand von Themen, die die Teilnehmer interessieren. Des Weiteren erklärte Kata Golenko vom Caritasverband Iserlohn e.V., dass während der Kurszeiten eine Kinderbetreuung angeboten werde, um allen Eltern die Teilnahme zu ermöglichen.

Die Integrationsagentur der AWO in Iserlohn nutzt die Gelegenheit, im Zuge der Sprachförderung in den Kindertagesstätten Wiemer und Löbbekenkopf Sprachunterricht für Mütter anzubieten, die nur geringe Sprachkompetenz in der deutschen Sprache besitzen. Die Kurse seien mit vier Treffen zu je drei Stunden in der Woche zwar zu Beginn intensiv, doch nach der Hälfte der Zeit solle versucht werden, die Kinder sowie andere Familienangehörige der Teilnehmerinnen mehr und mehr in das Programm einzubinden und gemeinsame Aktivitäten und Ausflüge zu unternehmen. Man erhoffe sich durch die angeregten Treffen eine erhöhte Lernakzeptanz im Umfeld der Frauen, so Meinolf Remmert von der Integrationsagentur der AWO.

Das breite Angebot zur Sprachförderung im Zuge des Iserlohner Integrationskonzeptes bietet zahlreichen Menschen mit Migrationshintergrund in den nächsten Monaten die kostenfreie Möglichkeit, ihre Deutschkenntnisse zu erweitern und dadurch das nötige Selbstbewusstsein sowie eigenständige Kommunikationskompetenzen zu erwerben, die sie dazu befähigen, den Alltag in Deutschland mit Erfolg zu bewältigen. Genaue Informationen zu den einzelnen Angeboten gibt es auf der städtischen Homepage: www.iserlohn.de/leben-in-iserlohn/integration.



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Sprachförderungsangebote
Vertreter der Stadt Iserlohn, des Integrationsrates und verschiedener Sprachkursträger stellten Sprachförderungsprogramme für Frauen mit Migrationshintergrund vor.

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