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Magdeburg, 07. September 2012
Beratungstag an der Volkshochschule
Weltalphabetisierungstag am 8. Sept.

Ottostadt Magdeburg.

 

Aus Anlass des Weltalphabetisierungstages der UNESCO lädt die Städtische Volkshochschule am kommenden Montag (10. Sept.) von 16.00 bis 18.30 Uhr alle Interessierten in die Leibnizstraße 23 ein, um sich rund um das Thema Analphabetismus und die entsprechenden Kursangebote der VHS zu informieren.

 

Im Jahr 2011 sorgte eine Studie Hamburger Erziehungswissenschaftler bundesweit für Aufsehen, die erstmals empirische Daten zum Ausmaß des Analphabetismus in Deutschland ermittelte. Demnach verfügen 14,4 % oder ca. 7,5 Millionen Menschen der deutschsprachigen erwerbsfähigen Bevölkerung nicht über ausreichende Lese- und Schreibfähigkeiten und gelten daher als funktionale Analphabeten.

 

Weitere bemerkenswerte Ergebnisse der Studie besagen, dass ca. 80% der Betroffenen über einen Bildungsabschluss verfügen und 56,9 % der funktionalen Analphabeten erwerbstätig sind.

 

Überträgt man diese Werte auf die Magdeburger Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter, so ist davon auszugehen, dass bis zu 20.000 Magdeburger im Sinne der Studie zu den funktionalen Analphabeten zu zählen sind.

 

Im Verhältnis zur Zahl der Betroffenen finden jedoch nur wenige Teilnehmer den Weg in Bildungseinrichtungen wie die Volkshochschulen, um als Erwachsene lesen und schreiben zu lernen. Ralf Liebe, Leiter der Städtischen Volkshochschule Magdeburg, sieht dafür folgende Gründe: „Viele funktionale Analphabeten haben Angst vor Bloßstellung. Im Alltag haben sie daher oft Strategien entwickelt, um Lesen oder Schreiben zu vermeiden (z. B. „Ich habe meine Brille vergessen“). Der wichtigste und schwierigste Schritt ist es für diese Menschen, sich zu ihrem Problem zu bekennen und Unterstützung zu suchen. Nach unserer Erfahrung kommt daher Personen, die den Betroffenen nahe stehen, eine Schlüsselrolle bei der Kontaktaufnahme zu den Bildungseinrichtungen zu. Wir wollen daher mit unseren Informationsangeboten zum Weltalphabetisierungstag vor allem auch diesen Personenkreis ansprechen.“

 

Als ständiges Angebot wird die Volkshochschule außerdem ab sofort jeweils mittwochs von 16.00 bis 17.00 Uhr in der Leibnizstraße 23 eine „Schreibstube“ einrichten, in der Betroffene kostenfrei Hilfe und Beratung durch qualifizierte Lehrkräfte für Alphabetisierung erhalten können.

 

 



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