Wie barrierefrei sind die Magdeburger Veranstaltungshäuser und der Zoo?
60. Sitzung der AG Menschen mit Behinderungen am 20. Sept.
Ottostadt Magdeburg.
Die kommunale Arbeitsgruppe Menschen mit Behinderungen der Landeshauptstadt trifft sich am Donnerstag, dem 20. September 2012, um 13.30 Uhr zu ihrer 60. Sitzung. Sie findet im Franckesaal des Alten Rathauses statt. Interessierte Magdeburgerinnen und Magdeburger sind herzlich eingeladen.
Schwerpunktthemen der Sitzung sind die barrierefreie Zugänglichkeit und Nutzbarkeit städtischer Veranstaltungsstätten wie der GETEC-Arena und die weiteren Ausbauplanungen des Magdeburger Zoos. Eingeladen sind diesmal der Geschäftsführer der Messe- und Veranstaltungsgesellschaft GmbH, Hartmuth Schreiber und der Direktor des Zoos, Dr. Kai Perret.
Außerdem soll ein Einblick in die Situation von Schülern mit Behinderungen bzw. Förderbedarf zu Beginn des neuen Schuljahres gegeben werden. Es geht um die Perspektiven des gemeinsamen Unterrichts und die Angebote der Förderschulen in Anbetracht der Zielstellungen der UN-Behindertenrechtskonvention. Eingeladen ist dazu der Fachbereich Schule und Sport der Stadtverwaltung.
Hintergrund:
An der kommunalen AG Menschen mit Behinderungen beteiligen sich Mitglieder von Behindertenverbänden und -vereinen, Stadträte, Mitarbeiter von Fachbereichen der Stadtverwaltung und engagierte persönlich betroffene Aktive. Die AG war 1999 als beratendes Gremium und Forum für die Belange behinderter Menschen gegründet worden.
In Sachsen-Anhalt leben derzeit ca. 175.500 anerkannte Schwerbehinderte (7,6 % der Bevölkerung). In der Landeshauptstadt sind mit Stand vom Dezember 2011 rund 18.000 Menschen amtlich als Schwerbehinderte anerkannt (7,7 %), einschließlich der Behinderten mit einem Grad der Behinderung (GdB) unter 50 sind bis zu 25.000 Menschen betroffen (11 %).
Von den Magdeburger Schwerbehinderten sind rund 10.200 in ihrer Mobilität wesentlich beeinträchtigt (Merkzeichen aG und G), über 1.500 von ihnen sind auf einen Rollstuhl angewiesen. 322 sind blind, 200 gehörlos und ca. 4.400 haben Anspruch auf die Mitnahme einer Begleitperson im ÖPNV (Merkzeichen B).
Als hilflos gelten ca. 2.200 Menschen (Merkzeichen H). 59,6 % der Betroffenen sind bereits 65 Jahre und älter, während nur 2 % jünger als 18 Jahre sind 52,1 % der Behinderten sind weiblich.
An den beiden Magdeburger Werkstätten für Menschen mit Behinderungen sind rund 950 Betroffene beschäftigt. 870 Menschen mit Behinderungen leben in stationären Einrichtungen (Heime bzw. Wohnstätten an den Werkstätten).
Etwa 6.000 Magdeburger sind pflegebedürftig, rund 2.600 von ihnen werden in stationären Einrichtungen gepflegt, die übrigen in der Familie oder von ambulanten Pflegediensten.
Nähere Informationen:
Hans-Peter Pischner, Behindertenbeauftragter, Telefon 0391/540 2342
E-Mail: behindert@magdeburg.de
Der Behindertenbeauftragte ist im Alten Rathaus, Alter Markt 6, Südflügel Erdgeschoss, Zimmer 043 zu erreichen. Sprechzeit i.d.R. Dienstag 9-12 und 14-17.30 Uhr oder nach telefonischer Vereinbarung.
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