Unterstützung für Großeltern, Tanten und Onkel
14.09.2012 | Herten
Hertener Pflegekinderdienst organisiert erstes Treffen für Verwandtenpflegeeltern
Im städtischen Kindergarten Sternschnuppe fand in der vergangenen Woche das erste Treffen der Hertener Verwandtenpflegeeltern statt. In Herten gibt es eine Reihe von Großeltern, Tanten und Onkel, die sich nicht nur ab und zu zum Babysitten für Enkel, Nichten und Neffen zur Verfügung stellen, sondern die diese vorübergehend oder langfristig bei sich aufgenommen haben. Etwa 14 dieser Familien erfahren die Beratung und Begleitung des Pflegekinderdienstes der Stadt Herten.
Es gibt viele Gründe, die zu einer Verwandtenpflege führen. Durch psychische Erkrankungen, Drogenprobleme oder Minderjährigkeit der Eltern können diese sich nicht selbst um ihre Kinder kümmern und geben den Nachwuchs in die Obhut nahe stehender Verwandter.
„Die Themen, mit denen sich Verwandtenpflegeeltern beschäftigen, unterscheiden sich in vielem von denen anderer Pflegeeltern“, so die Mitarbeiterinnen des Pflegekinderdienstes Elisabeth Raspel und Nicole Kühlkamp, die das erste Treffen organisiert haben. „Großeltern haben ein Alter erreicht, in dem die Kindererziehung eigentlich abgeschlossen ist. Hinzu kommen Gefühle wie Wut und Trauer gegenüber den eigenen Kindern und Unsicherheit bezüglich des weiteren Umgangs miteinander.“
So gab es sofort zahlreiche positive Rückmeldungen auf die Nachfrage, ob Interesse an einem Austausch mit Gleichgesinnten besteht. Das erste Treffen nutzten die TeilnehmerInnen, um sich bei Kaffee und Keksen kennenzulernen und über ihre persönlichen Erfahrungen zu berichten.
Das Interesse den begonnenen Dialog fortzusetzen, ist groß. „Es wird auf jeden Fall ein weiteres Treffen noch in diesem Jahr geben“, versprechen die Mitarbeiterinnen des Pflegekinderdienstes.
Auch Großeltern und andere Verwandte in Herten, die unabhängig vom Bereich „Hilfe zur Erziehung“ mit Kindern aus ihrer Familie leben, können sich bei Interesse beim Hertener Pflegekinderdienst, Tel.: (0 23 66) 303 524 oder (0 23 66) 303 265, melden.
Pressekontakt: Pressestelle, Jana Hubrig (Praktikantin), Telefon (0 23 66) 303 227 E-Mail: j.hubrig@herten.de



