Bauarbeiten Hammerstraße drei Wochen vor Termin beendet
- Einweihung mit Straßenfest am 4. November
Drei Wochen vor dem ursprünglich vom Eigenbetrieb Hanau Verkehr und Entsorgung (HVE) geplanten Termin sind ab Mittwoch die Absperrgitter im Straßenbild verschwunden und die Hammerstraße in der Hanauer Innenstadt präsentiert sich nicht länger als Baustelle.
Die ersten der insgesamt zwölf Gingko-Bäume im vorderen Teil des neugestalteten Straßenraums hatten schon vor zwei Wochen für eine positive Resonanz bei vielen Passanten gesorgt und einen Vorgeschmack darauf gegeben, wie sich die Fußgängerzone künftig präsentieren wird. „Es war ein ambitioniertes Ziel, die Baumaßnahme im Zeitplan fertigzustellen. Dass es uns gelungen ist, die Bauzeit zusätzlich noch zu verkürzen, ist dem engagierten Einsatz aller Beteiligten zu verdanken. Nur weil alle daran mitgewirkt haben, die Baustelle so schnell wie möglich abzuwickeln, wurde es möglich, die Zeit der unvermeidlichen Beeinträchtigungen zu verkürzen“, freut sich der zuständige Dezernent Axel Weiss-Thiel. Die offizielle Einweihung soll nach seinen Worten dann aber wie geplant mit dem verkaufsoffenen Sonntag am 4. November mit einem „Hammerstraßen-Fest“ gefeiert werden.
Rund 800.000 Euro hat es sich die Stadt kosten lassen, eine der zentralen Einkauf- und Verbindungsstraßen in Innenstadt von Grund auf neu zu gestalten. Erklärtes Ziel war es, durch eine farblich elegante und freundliche Pflasterung, durch zeitgemäßes Stadtmobiliar und 12 neue Bäume der beliebten Fußgängerzone ein völlig neues Gesicht zu geben, um so die Aufenthaltsqualität zu steigern. Eine attraktivere Einkaufsatmosphäre und ein ansprechendes Ambiente sollen zum ausgiebigen Bummeln einladen.
Startpunkt für die Bauarbeiten war im April der Bereich des Natursteinkreisels in der Mitte der Fußgängerzone, wo zuerst die Schieberkreuze erneuert wurden. Außerdem wurde Platz für sämtliche Versorgungsleitungen wie Gas, Wasser, Telekommunikation, Strom und Bewässerungsleitungen für die Bäume geschaffen. In Zahlen ausgedrückt bedeutet dies, dass rund 280 Meter Gräben für Gas- und Wasserleitungen sowie 420 Meter für Strom- und Kommunikationsleitungen ausgehoben werden mussten. Anschließend wurden die Kanalhausanschlüsse erneuert sowie rund 2000 Quadratmeter Pflaster sowie das darunter liegende Erdreich bis zu einer Tiefe von 55 Zentimetern abgetragen. Mit einer neu aufgebrachten Schotterschicht wurde eine tragfähige Basis für rutschfeste Bautenschutzmatten geschaffen, die auf einer Breite von 1,2 Meter beidseitig entlang der Geschäfte als provisorischer Gehweg ausgelegt wurden.
Nach Abschluss der Pflasterung der Fußgängerzone und dem Pflanzen der Bäume sollen im Laufe der nächsten Wochen auch ein Teil der neuen Straßenmöbel wie Fahrradständer montiert werden. Bis zum Frühjahr wird es allerdings nach den Worten von Weiss-Thiel dauern, bis auch die Bänke und endgültige Straßenbeleuchtung an den zehn Standorten im Straßenraum aufgestellt wird. Die Entscheidung, welche Lampen dort künftig stehen sollen, soll nämlich erst nach Vorlage eines Beleuchtungskonzeptes getroffen werden.
Wie der Dezernent abschließend sagte, konnte der Geschäftsbetrieb sowie der Anlieferungsverkehr in der Hammerstraße unter Einschränkungen während der gesamten Bauphase aufrecht erhalten bleiben. „Dies ist gelungen, obwohl wir in beiden Abschnitten gleichzeitig gearbeitet haben, um den angestrebten Fertigstellungstermin im November auf jeden Fall halten zu können.“
Die viele Jahre in der Hammerstraße beheimatete Märchenskulptur „Die sechs Schwäne und ihre Schwester“ wird übrigens nicht an ihren angestammten Platz zurückkehren, ergänzt Oberbürgermeister Claus Kaminsky mit Blick auf eine vielfach geäußerte Frage der Passanten. Die überlebensgroße Bronzeskulptur von Albrecht Glenz, die das bekannte Grimm-Märchen thematisiert, lagert derzeit sicher im Bauhof der Stadt Hanau. Sie könnte, so habe er auch in einem Gespräch mit Susanne Voss, die Tochter des Bildhauers Albrecht Glenz (1907 - 1990), bereits angedeutet, im Schlossgartenweiher am Congress Park Hanau einen neuen Standort finden. Dieser neuen Platz, signalisierte die in Rödermark lebende Gold- und Silberschmiedin Zustimmung, sei ganz im Sinne ihres Vaters, der nach ihren Worten gern die Vögel im Grünen am Wasser gesehen hätte.
Pressekontakt: Stadt Hanau, Ute Wolf, Telefon 06181/295-664
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