Presseinformationen der Landeshauptstadt Magdeburg
 
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Magdeburg, 17. Oktober 2012
Arbeit des Kriminalpräventiven Beirates hat sich bewährt
Gremium arbeitet seit 15 Jahren

Der Kriminalpräventive Beirat der Landeshauptstadt Magdeburg beging heute sein 15-jähriges Bestehen. Zur Jubiläumssitzung informierten Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper, der stellvertretende Leiter des Polizeireviers Magdeburg Frank Rim sowie Vertreter der Lenkungsgruppe und der vier Arbeitsgruppen über den Stand der Aktivitäten des Beirates. Das Gremium wurde 1997 gegründet.

 

„Die 15-jährige Zusammenarbeit der Stadtverwaltung und der Polizei im Kriminalpräventiven Beirat hat sich bewährt", zieht Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper Bilanz. „Hauptziel der Aktivitäten in der Lenkungsgruppe und den vier Arbeitsgruppen ist die Senkung der Kriminalität in Magdeburg. Zudem befasst sich der Beirat mit der Entwicklung und Umsetzung von Präventionskonzepten.“

 

Der 1997 ins Leben gerufene Kriminalpräventive Beirat entwickelt mit seiner Lenkungsgruppe und den vier Arbeitsgruppen präventive Konzepte zur Erhöhung der Sicherheit und Ordnung in der Landeshauptstadt. Außerdem werden Vorschläge und Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensumstände, insbesondere von Kindern und Jugendlichen, erarbeitet. Hintergrund der Beiratsgründung waren die im Vergleich zu anderen bundesdeutschen Großstädten hohen Kriminalitätszahlen Magdeburgs im Jahr 1995.

 

Mitglieder des Gremiums sind Vertreter der Stadtverwaltung und des Polizeireviers Magdeburg. Neben der Lenkungsgruppe gibt es die vier Arbeitsgruppen „Jugendkriminalprävention, Schule und Freizeit“, „Politischer Extremismus“, „Graffiti“ sowie „Gebrauch und Gestaltung öffentlicher Räume“.

 

Arbeitsgruppe „Jugendkriminalprävention, Schule und Freizeit“

Im Mittelpunkt dieser Arbeitsgruppe steht die aktive Zusammenarbeit zwischen Schulen, dem schulpsychologischen Dienst, dem Jugendamt und der Polizei. Zu den Initiativen dieser Arbeitsgruppe gehören unter anderem das „ALSO- Projekt" mit Sportveranstaltungen, Mitternachtsfußballturnieren und pädagogischer Betreuung, die Freizeitbetreuung von Schülern an Schulen, das traditionelle „Fest der Begegnung" und das Projekt „Grüne gehen fremd – Fremde sehen grün".

 

Mit dem Projekt „Auszeit“setzt die Arbeitsgruppe ein auf wissenschaftlicher Basis konzipiertes Erziehungs- und  Bildungskonzept um. Ziel ist die Realisierung zeitlich angemessener Kurzmaßnahmen für Jugendliche im Alter zwischen 14 und 16 Jahren, die auf Grund ihres Verhaltens gerichtliche Auflagen erfüllen müssen. Ein von einem Expertenteam erstelltes biographisches Profil bildet die Grundlage für die inhaltliche Gestaltung von Lehrgängen in Jugendbildungs- und Freizeitstätten. Das Engagement der Arbeitsgruppe hat auch dazu beigetragen, dass der Anteil jugendlicher Straftäter unter 21 Jahren an allen Straftaten in Magdeburg von 30,4 Prozent im Jahr 2003 auf 24,2 Prozent im Jahr 2011 zurückgegangen ist.

Die Unterarbeitsgruppe „ALSO“ veranstaltet seit nunmehr 15 Jahren das „ALSO-Projekt. Im Rahmen von Freizeitsport wird abends und in der Nacht zielgruppenorientiert in Magdeburger Sporthallen unter Aufsicht Fußball gespielt. Dazu gehört auch die Organisation und Durchführung von Wochenendturnieren und Mitternachtsturnieren in Magdeburg, Sachsen-Anhalt und bundesweit. Der 15. bundesoffene Landes-ALSO-Cup wurde nach Magdeburg vergeben.

 

Ein Schwerpunkt der Unterarbeitsgruppe „Prävention an Schulen“ ist das Projekt „Schluss“, mit dem versucht wird, Schulbummelei zu vermeiden. Inhalte sind unter anderem die Umsetzung eines täglichen Meldesystems an Schulen, die Vorverlegung der Benachrichtigung von Eltern beim Fernbleiben ihrer Kinder sowie die Kooperation zwischen Schule und Jugendwerkstatt zur Vermeidung bzw. zeitnahen Ableistung von Fehlzeiten in der Schule. Perspektivisch sollen Kurse als Alternative zu Bußgeld und Arrest angeboten werden. Weitere Themen dieser Unterarbeitsgruppe sind Gewalt an Schulen, das sogenannte Cybermobbing und der Umgang mit häuslicher Gewalt.

 

Zu den wichtigsten Maßnahmen der Unterarbeitsgruppe „Verkehrserziehung“ gehört die Wiederbelebung von Verkehrsübungsplätzen, um Kinder und Jugendliche zu fördern und ihnen dabei auch eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung zu bieten. Dazu wurde der frühere Fahrrad-Verkehrsübungsplatz im Schwarzen Weg in Ottersleben wieder in Betrieb genommen.

 

Arbeitsgruppe „Politischer Extremismus“

Aufgaben dieser Arbeitsgruppe sind die Bekämpfung des Rechtsextremismus, die Zusammenarbeit mit den Netzwerken gegen Rechtsextremismus sowie Aktionen und Maßnahmen gegen politischen Extremismus und die Veranstaltung von Foren, Vorträgen, Bürgerversammlungen und Schulungen.

 

Arbeitsgruppe „Graffiti“

Diese Arbeitsgruppe koordiniert alle Maßnahmen zur Eindämmung illegaler Graffiti. Illegale Sprayer werden über die Konsequenzen ihres Handelns informiert, junge Menschen auf legale Alternativen aufmerksam gemacht. Der Kriminalpräventive Beirat engagiert sich deshalb seit seiner Gründung vor 15 Jahren gegen illegale Graffiti. Kernpunkte sind unter anderem ein Mitführungsverbot von Graffiti-Utensilien bei polizeibekannten Sprayern, die schnellere Beseitigung von Verunreinigungen an städtischen Gebäuden, die konsequente Verfolgung der Täter auch auf zivilrechtlichem Weg und legale Graffitiangebote unter www.graffit-legal.com. Allein die Stadtverwaltung gibt pro Jahr zwischen 135.000 und 200.000 Euro für die Beseitigung illegaler Graffiti allein an städtischen Gebäuden aus.

 

Arbeitsgruppe „Gebrauch und Gestaltung öffentlicher Räume“

Ziel dieser Arbeitsgruppe ist es, Problemen, die in der Öffentlichkeit unter anderem durch Alkoholkonsum von Jugendgruppen entstehen – wie zum Beispiel Vandalismus und Ruhestörungen – entgegenzuwirken. Zur Arbeitsweise dieser Arbeitsgruppe gehören beispielsweise Gespräche mit Jugendlichen, die Aufstellung fester Regeln an bestehenden Treffpunkten, deren Gestaltung mit Papierkörben und Bänken sowie die Kontrolle durch das Ordnungsamt und die Polizei.

 



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