22. Oktober 2012. Die Stadtbibliothek lädt zu ihren November-Lesungen in den Räumen der Zentralbibliothek im Rathaus ein. In diesem Jahr steht die Lesereihe unter dem Motto „LesBar – Kaffeehaus- und Bargeschichten“.
Eine Bar ist ein Ort, den man als Wohnzimmer betrachtet. Wo man zu Hause ist und trotzdem gehen kann, wann man will. Und überall ist eine Bar ein kleiner Mikrokosmos, ein Ausschnitt der Welt, die die Bar umgibt, mit den Menschen, die dazu gehören, mit ihren Wünschen, Träumen und mit ihrem Kummer und Sorgen. Ähnliches gilt für Kaffeehäuser, die ihre Tradition in Wien begründeten, aber überall in der Welt zu finden sind und Menschen ermöglichen, sich in einer attraktiven und gemütlichen Umgebung zum Kaffee zu treffen. Kasseler Schauspielerinnen und Schauspieler lesen „LesBar“ jeweils montags.
Montag, 5. November, um 18.30 Uhr: Sabine Wackernagel liest Carson McCullers „Die Ballade vom traurigen Cafe“
Die resolute und unabhängige Miss Amelia verkauft in ihrem Café, dem einzigen Vergnügungsort im ganzen Dorf, ihren selbst gebrannten Schnaps und lebt mit ihrem Vetter Lymon zusammen, der gar nicht ihr Vetter ist. Dieser bucklige, hässliche Kerl bringt Freude in ihr Dasein, bringt das Café in Schwung und wird von ihr liebevoll in seinen Leiden gepflegt, auch wenn er ein Großmaul ist und recht schwierig dazu. Doch dann kehrt ihr ehemaliger Mann aus dem Gefängnis in das Dorf zurück und mit ihm nimmt ein Unheil seinen Lauf...
Montag, 12. November, um 18 Uhr: Agnes Mann liest Diablo Cody „Nackt – ein Enthüllungsroman“
Brook hatte nicht viel aufzugeben in ihrer Heimatstadt Chicago, als sie zu ihrem Internetlover Jonny nach Minnesota zieht. Schnell findet die 24-jährige Brook einen Job als Schreibkraft in einer Werbeagentur. Es läuft alles prima, aber irgendwie auch langweilig. Ein kleiner Schritt verändert das Leben von Brook: Eines Abends geht sie in eine Oben-Ohne-Bar, in der ein "Abend für Anfängerinnen" stattfindet. Neugier, Abenteuerlust und Faszination führt sie in die Welt der Stripperinnen.
Montag, 19. November, um 18.30 Uhr: Herwig Lucas liest Kaffeehausgeschichten aus Wien
Besonders im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert war das Wiener Kaffeehaus sehr bedeutend für Kunst und Literatur. Zahlreiche Künstler trafen sich hauptsächlich im Kaffeehaus und hielten sich kaum in ihren engen, kalten Wohnungen auf. Verschiedene Kaffeehäuser wurden nicht nur als Orte des Gedankenaustausches genutzt, sondern auch direkt zum Schreiben, man spricht von Kaffeehausliteratur. Stellvertretend für viele Wiener Kaffeehausgänger sagte Egon Erwin Kisch: „Das Kaffeehaus erspart uns sozusagen die Wohnung.“
Montag, 26. November, um 18.30 Uhr: Carlo Ghirardelli liest J.R. Moehringer „Tender Bar“
Eine Kindheit in Long Island in einer verrauchten Bar voller liebenswürdiger Gestalten, eine Mutter, die mit lebensklugen Lügen die Moral aufrecht erhält und mittendrin JR, der auch als junger Mann in Yale oder als Volontär bei der "Times" im "Dickens" immer wieder Geborgenheit und Heimat erfährt.
Der Eintritt beträgt jeweils drei Euro.
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