11. Kasseler Präventionstage beschäftigen sich mit Rechtsextremismus

23. Oktober 2012. Unter dem Motto „Kassel ist bunt – Kassel gegen Rechtsextremismus“ finden vom 30. Oktober bis 1. November die 11. Kasseler Präventionstage statt. Ein breites Bündnis verschiedener Organisationen und Institutionen beleuchtet in den Veranstaltungen Hintergründe von Fremdenfeindlichkeit, stellt Maßnahmen gegen rechtextreme Einstellungen vor und diskutiert, wie in der Bildungs- und Jugendarbeit Toleranz und Demokratie gefördert werden kann.

Die Kasseler Präventionstage starten am Dienstag, 30. Oktober, um 17.30 Uhr im Vestibül des Rathauses mit einer Ausstellung zum Thema „Rechtsradikalismus heute“. Stephan Bürger vom Jugendbildungswerk Schwalm-Eder-Kreis beleuchtet die Geschichte, Symbolik, Musik und Codes der rechtsextremen Szene.

Im Anschluss daran eröffnet um 18.30 Uhr im Bürgersaal des Rathauses der Vorsitzende des Präventionsrates, Oberbürgermeister Bertram Hilgen, gemeinsam mit Polizeipräsident Eckhard Sauer die 11. Präventionstage offiziell. Hauptreferenten der Auftaktveranstaltung sind Hans Leyendecker, Ressortleiter der Süddeutschen Zeitung und als Journalist kritischer Begleiter der NSU-Morde in Deutschland, sowie Prof. Dr. Dierck Borstel, der viele Jahre zu den Erscheinungsformen und Hintergründen von Rechtsextremismus am Institut für Interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung Bielefeld geforscht hat.

Gezeigt wird auch ein Film von jungen Menschen aus Kassel, die sich mit dem Thema „Rechtsextremismus“ beschäftigt haben. Darüber hinaus stellen Initiativen ihre Arbeiten aus, die deutlich machen sollen, dass Gewalt und Rechtsextremismus in Kassel keine Chance haben.

Der mehrfach ausgezeichnete Spielfilm „Kriegerin“ erlaubt am Mittwoch, 31. Oktober, um 15 Uhr im Bali-Kino im KulturBahnhof Einblicke in die Lebens- und Gedankenwelt rechtsextremistischer Gruppen. Der Film zeigt eindrucksvoll, wie sich die Titelheldin dem Strudel von Hass und Gewalt zu entziehen versucht. Im anschließenden Expertengespräch äußern sich Prof. Michaela Köttig, die sich mit der Thematik „Frauen und Mädchen im Rechtsextremismus“ befasst, und Regisseur David Wnendt. Karten für den Film kosten 5 Euro bzw. 3,50 Euro ab 10 Personen und sind direkt im Bali-Kino erhältlich.

Für Schulklassen finden am Donnerstag, 1. November, um 8.30 Uhr und um 10.30 Uhr in der Kinder- und Jugendbücherei, Oberste Gasse 24, zwei Lesungen mit der Jugendbuchautorin Margret Steenfatt aus ihrem Werk "Auf immer und ewig" statt.

Verschiedene Fortbildungen für pädagogische Fachkräfte werden um 14 Uhr im Magistratssaal und im Stadtverordnetensitzungssaal des Rathauses angeboten. Prof. Dr. Klaus-Peter Hufer von der Universität Duisburg-Essen bietet ein „Argumentationstraining gegen Stammtischparolen“. Das Mobile Beratungsteam gegen Rechtsextremismus gibt Unterstützung zu Fragen von Gegenmaßnahmen. In beiden Veranstaltungen geht es um den Umgang mit rechtsextremen Erscheinungsformen in Schulen oder Betrieben sowie um Vorurteile und politische Haltungen, die den Bodensatz für rechtsradikales Denken bilden können. Anmeldungen hierzu beim „Netzwerk gegen Gewalt“ unter ngg.ppnh@polizei.hessen.de oder beim Präventionsrat praeventionsrat@stadt-kassel.de.

Zum Abschluss der Veranstaltungsreihe lädt das Evangelische Forum Kassel um 19.30 Uhr in das Gemeindehaus der Martinskirche zum Vortrag „Mit Bildung gegen Rechts“ von Prof. Dr. Klaus-Peter Hufer ein.

Kooperationspartner der 11. Kasseler Präventionstage sind das Hessische Netzwerk gegen Gewalt, das Staatliche Schulamt für den Landkreis und die Stadt Kassel, das Evangelische Forum, das Diakonische Werk, das städtische Jugendamt, der Ausländerbeirat, die Hessische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien, der Evangelische Stadtkirchenkreis, der Verein Kopiloten, der Verein Emekder, das Polizeipräsidium Nordhessen, das Kulturzentrum Schlachthof, der Kasseler Jugendring, die Katholischen Kirche Kassel, der DGB sowie das Bali-Kino.

Bei Fragen und für weitere Informationen steht Susanne Zinke, Geschäftsführerin des Präventionsrates Kassel, unter der Telefonnummer 0561 / 787 7000 oder unter der E-Mail praeventionsrat@stadt-kassel.de zur Verfügung.

Dem Präventionsrat Kassel gehören aktuell an: Bertram Hilgen (Oberbürgermeister der Stadt Kassel und Vorsitzender des Präventionsrats); Heinrich Becker (Leiter der Staatsanwaltschaft Kassel); Erich Fischer (Präsident des Amtsgerichtes Kassel); Anne Janz (Dezernentin für Jugend, Schule, Gesundheit und Frauen); Jürgen Kaiser (Bürgermeister der Stadt Kassel); Dr. Wolfgang Löffler (Präsident des Landgerichtes Kassel); Eckhard Sauer (Polizeipräsident Nordhessen).

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