Hilgen und Schmidt: „Vorzeigeunternehmen SMA nicht schlecht reden“

24. Oktober 2012. Die aktuellen Entscheidungen der SMA AG dürfen nicht dazu genutzt werden „ein Vorzeigeunternehmen in unserer Region schlecht zu reden“, betonten Kassels Oberbürgermeister Bertram Hilgen und der Landrat des Landkreises Kassel, Uwe Schmidt, in einer gemeinsamen Pressemitteilung.

„Dass ein konjunktureller Abschwung nicht spurlos an einem außerordentlich erfolgreichen Unternehmen der Solarindustrie vorübergeht, ändert nichts an der Notwendigkeit, die Energiewende weiter voranzubringen und bei der Förderung erneuerbarer Energien nicht nachzulassen“, kommentierte Hilgen den angekündigten Stellenabbau beim Weltmarktführer SMA. Hilgen erinnerte daran, dass der wirtschaftliche Aufschwung in der Region Kassel nicht zuletzt der wissenschaftlichen und unternehmerischen Pionierleistung im Bereich der erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz zu verdanken ist.

„Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Bundesregierung eine 180 Grad-Wende in der Energiewende vollzieht und nichts unversucht lässt, dem weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien Steine in den Weg zu legen“, ergänzte Landrat Schmidt.

Kassel und die Region haben sich zu einer Plattform für die Energiefragen der Zukunft entwickelt, sind sich Oberbürgermeister und Landrat einig.

Dies werde nicht zuletzt durch die 100 Millionen Euro-Investition für das neue Institutsgebäude des Fraunhofer Instituts für Windenergie und Energietechnik (IWES) am Kasseler Hauptbahnhof sowie die Ansiedlung des Instituts für dezentrale Energietechnologien (IdE) am Campus der Universität Kassel eindrucksvoll unterstrichen. Das hervorragende Zusammenspiel von wissenschaftlichem Know-how, anwendungsbezogener Forschung und heimischer Industrie sowie dem Handwerk habe bislang 14.000 Arbeitsplätze in der Region entstehen lassen. „Diesen Kompetenzvorsprung gilt es weiter gegen staatlich subventionierte, wettbewerbsverzerrende ausländische Konkurrenz zu sichern und auszubauen“, so Schmidt und Hilgen weiter.

Oberbürgermeister und Landrat warnten davor, die vorhandenen Förderinstrumente infrage zu stellen: „Für uns ist die Förderung erneuerbarer Energien handfeste Industriepolitik zur Sicherung unseres vorhandenen Technologievorsprungs, für die Schaffung von hoch qualifizierten Arbeitsplätzen, für den Schutz der Umwelt und zur Sicherung der Lebensqualität.“

Auch wenn es einige Meinungsbildner noch nicht wahrhaben wollten, ist für Hilgen und Schmidt die Erfolgsgeschichte der Solarregion Kassel unumkehrbar. Dass SMA im kommenden Jahr rund 100 Millionen Euro in die Entwicklung neuer Produktplattformen und Technologien investiert, sei der richtige Weg, um in der nächsten konjunkturellen Aufschwungphase wieder durchstarten zu können.

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