„Tag der Religionen“ 2012 in Kassel

02. November 2012. Erstmals in Kassel findet 2012 die zentrale Veranstaltung zum bundesweiten Tag der Religionen in Deutschland (22. November) statt. Doch nicht nur an diesem Tag, sondern im ganzen November steht das Thema Religion mit knapp 30 Vorträgen, Diskussionen, Führungen, Konzerten und anderen Angeboten besonders im Mittelpunkt.

Der Runde Tisch der Religionen in Deutschland besteht seit 1998. Er ist ein Kreis hochrangiger Repräsentanten der evangelischen, katholischen und orthodoxen Kirchen, des Islam, des Judentums, des Hinduismus, des Buddhismus und der Bahá’í-Religion. Ziel ist es, über vertrauensbildende Maßnahmen, gemeinsame Herausforderungen und gemeinsame Aufgaben nachzudenken und ein Klima des gegenseitigen Verständnisses zu bewirken. „Die Veranstalter wollen an diesem Tag ein öffentliches Signal setzen und darauf hinweisen, dass der Dialog zwischen den Religionsgemeinschaften in unserem multireligiös gewordenen Land unumgänglich ist. Nur so können Verständnis füreinander und Vertrauen zueinander wachsen“, so Dr. Franz Brendle, Geschäftsführer des Runden Tisches der Religionen in Deutschland.

Die Hauptveranstaltung steht unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Bertram Hilgen, der im städtischen Pressedienst die Bedeutung der Religionen betonte: „Wenn uns Toleranz und gegenseitiger Respekt verbinden, ist sozialer Friede möglich, wie wir in Kassel seit 30 Jahren zeigen.“ Die öffentliche Veranstaltung beginnt am Donnerstag, 22. November, ab 17 Uhr im Stadtverordnetensitzungssaal des Rathauses. Bundesfinanzminister a.D. Hans Eichel wird einen Vortrag über „Religion und Ökonomie“ halten. Daran schließt sich eine Diskussion mit Vertretern verschiedener Religionsgemeinschaften an.

Außerdem gibt es zahlreiche weitere Veranstaltungen, darunter auch religionsübergreifende. So lädt im Rathaus vom 6. bis 29. November die Ausstellung "Weltreligionen - Weltfrieden – Weltethos“ dazu ein, die faszinierende Welt der Religionen kennenzulernen. Schwerpunkt der Ausstellung ist die "Weltethos-Idee": die Frage nach gemeinsamen ethischen Werten, Normen und Maßstäben der Religionen und ihrer Bedeutung für die heutige Zeit. Das Evangelische Forum bietet zudem eine Veranstaltungsreihe über das Christentum und die Religionen an. Themen sind die Grundlagen und Grenzen christlicher Toleranz im Verhältnis zwischen Christen und Muslimen, ein Vergleich der buddhistischen und der christlichen Spiritualität und die Fragestellung „Ein Gott – viele Religionen“. Jüdische und christliche Vertonungen ausgewählter Psalmen für Mezzosopran und Orgel schlagen eine musikalische Brücke zwischen den Religionen. Die Ortsgruppe Kassel „Religions für peace“ veranstaltet einen Vortrag über „Religionsdialog und Weltpolitik“ sowie ein Fest zum Kennenlernen unter dem Titel „Begegnung der Religionen“.

Zahlreiche Kasseler Religionsgemeinschaften laden die Öffentlichkeit zu Führungen und anderen besonderen Anlässen in ihre Versammlungsräume ein: die orthodoxen Gemeinden, die Ahmadiyya Muslim Jamaat, die Bahá’í-Gemeinde, die christlichen Kirchen in Kassel, der tibetische Buddhismus, die Jüdische Liberale Gemeinde Emetwe Schalom Nordhessen, die Alevitische Gemeinde, die Christengemeinschaft, die Jüdische Gemeinde, die Muslimischen Gemeinden in Kassel und die Unitarier. Das vollständige Programm ist als Flyer am Kundenschalter im Rathaus erhältlich und steht im Internet unter http://www.stadt-kassel.de/aktuelles/meldungen/18773/.

Dass Kassel eine gute Wahl als Austragungsort ist, betonte Bischof Dr. Martin Hein vom Runden Tisch der Religionen in Deutschland: „Kassel ist eine Stadt der Toleranz. In der Stadtgeschichte lässt sich das schon an der Integration hugenottischer Glaubensflüchtlinge zeigen. Es geht darum, das friedenstiftende Potential der verschiedenen Glaubensgemeinschaften zu fördern. Das Zusammenleben der Religionen und Konfessionen bewährt sich im Alltag. Der „Tag der Religionen“ bietet Gelegenheit, dies gemeinsam zu zeigen.“

Stadtdekanin Barbara Heinrich vom Koordinationskreis der Religionsgemeinschaften ergänzte, in den letzten zwei Jahrzehnten seien die Konfessionen und christlichen Gemeinschaften untereinander wie auch die Religionen große Schritte aufeinander zu gegangen. „Aus Fremdheit wurde durch Begegnungen und Gespräche eine Ebene des Vertrauens geschaffen. Wir sind weiterhin auf einem guten Weg des Kennenlernens und des Respekt.“

Die Veranstaltungen erfolgen in Zusammenarbeit mit dem Rat der Religionen Stadt Kassel und mit freundlicher Unterstützung der Kasseler Sparkasse.

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