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Hanau, 08. November 2012
Wissen weitergeben, wo es Hilfe gibt
Soziale Stadterkundung führte zu Beratungsstellen für das Alter

Das Interesse an den sozialen Stadterkundungen des Hanauer Seniorenbüros lässt nicht nach. Wieder fanden sich fast 40 Frauen und Männer verschiedener Nationalitäten auf dem Freiheitsplatz ein, um mit einem Bus der Hanauer Straßenbahn GmbH eine Tour zu  Beratungsstellen für das Alter zu unternehmen. Fast alle sind ehrenamtlich tätig und wollen  die Fülle an Informationen in ihren Kreisen weitergeben, sei es in Elterncafés, Frauengruppen, in Migrantenorganisationen, Vereinen, in der Nachbarschaft oder im Bekanntenkreis.

„Sie sind wichtige Multiplikatorinnen und Multiplikatoren in unserer  Stadtgesellschaft, dafür möchte ich mich  herzlich bei Ihnen bedanken“,  sagte Stadtrat Axel Weiss-Thiel beim Besuch der Gruppe in der Cafeteria des Seniorenbüros. Im Haus am Steinheimer Tor fand die  zweistündige Bustour ihren Abschluss bei einem gemeinsamen Mittagessen mit türkischen Spezialitäten.  Vorausgegangen war ein Rundgang durch das mehrstöckige Haus. In Gruppen aufgeteilt lernten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die dort angesiedelten Beratungsangebote  kennen. Informationen aus erster Hand erhielten sie vom Seniorenbüro, der Freiwilligenagentur, dem VdK, der Hilfezentrale für Senioren und Behinderte und der Technischen Informations- und Beratungsstelle für Blinde und Sehbehinderte (TIBS).

Wenn im Alter Schwierigkeiten auftauchen, die vom familiären Netzwerk nicht mehr alleine getragen werden können, so Weiss-Thiel, dann sei es wichtig zu wissen, bei welchen Institutionen in der Stadt es Unterstützung gebe.

Wie schon bei den bisher sechs Stadterkundungen stellt sich immer wieder heraus, „dass unsere soziale Infrastruktur nicht nur bei Bürgerinnen und Bürgern mit  ausländischen Wurzeln zu wenig bekannt ist“, betont Initiatorin Barbara Heddendorp vom Seniorenbüro. Sie sind die Hauptzielgruppe. Mittlerweile hat sich das Angebot herumgesprochen und stößt auf immer größeres Interesse.

Im HSB-Bus saßen diesmal Deutsche neben Frauen und Männern aus der Türkei, Afghanistan,  Sri Lanka, Russland und Indien.  Die Touren haben stets ein Schwerpunktthema, diesmal ging es um Beratungsangebote, die im Alter relevant werden.  Zwischenstopps gab es bei den Johannitern, beim Deutschen Roten Kreuz und in der Cafeteria der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie. Der Chefarzt der Klinik für Neurologie, Dr. Horst Baas, nahm sich Zeit, um über Parkinson, Demenz und Alzheimer aufzuklären. Wichtig war ihm die Botschaft, dass neurologische Störungen nicht auf das Alter geschoben – „mit 70 wird man halt vergesslicher oder hat einen unsicheren Gang“ -, sondern bei einem Facharzt abgeklärt werden sollten.  Welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt, wenn die Seele krank ist, zeigte Dr. Ingrid Ehrich  von der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, die eine Ambulanz, eine Tagesklinik und eine stationäre Unterbringung anbietet.  Weil  die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Menge an Informationen nur schwer verarbeiten konnten, erhielten sie zum Schluss eine Auflistung alle  Beratungsangebote der Tour mit einer Beschreibung der Profile, Öffnungszeiten und Kontaktadressen.



Pressekontakt: Stadt Hanau, Andrea Freund, Telefon 06181/295-488




Zu dieser Meldung können wir Ihnen folgende Medien anbieten:

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Stadtrat Axel Weiss-Thiel zu Besuch in der Cafeteria des Seniorenbüros, wo zum Abschluss der Stadterkundung gemeinsam Mittag gegessen wurde. Foto: Stadt Hanau


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Der Chefarzt der Klinik für Neurologie, Dr. Horst Baas, nahm sich in der Cafeteria der Psychiatrie Zeit für die Fragen der Teilnehmenden zu Parkinson, Demenz und Alzheimer. Foto: Stadt Hanau


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