Zwischenlösung beendet: „Trinkraum“ in festem Gebäude -

Diskussion um Standort Hansahaus entschärft

10. Dezember 2012. Der sogenannte Trinkraum ist am Wochenende aus seinem Provisorium, einem Aufenthaltscontainer in der Gießbergstraße, in das „Hansahaus“ umgezogen. Allerdings nicht in die zunächst vorgesehenen Räume, sondern in größere Räumlichkeiten in einem anderen Gebäudeteil einige Hauseingänge weiter. Dadurch ist es möglich, den suchtkranken Menschen einen angemessenen Toleranzraum zu bieten.

Indem man diese Räume gemietet hat, trägt die Stadt auch den Bedenken des Ortsbeirates und des „Vereins der Marokkaner im Bereich Kassel e.V.“ Rechnung. Dieser hatte mit Blick auf die in seinen Vereinsräumen auch stattfindenden Gebetsstunden Bedenken wegen der Nachbarschaft zum „Trinkraum“ angemeldet.

Trinkräume wurden bereits in anderen deutschen Städten erfolgreich eingeführt – in Hessen ist das Kasseler Angebot jedoch das erste und bislang einzige seiner Art. Bereits nach den ersten Monaten dieses Vorhabens ließe sich eine positive Bilanz ziehen, erklärte Bürgermeister Jürgen Kaiser im städtischen Pressedienst. So habe sich die Situation am Lutherplatz entspannt, zudem sei das Angebot ein wirksamer Beitrag, die illegale Drogenszene und den Konsum von Alkohol im öffentlichen Raum zu entflechten.

Nachdem die Diskussion um den Standort durch die neu gefundenen Räume jetzt entschärft wurde, hofft Bürgermeister Kaiser, dass das Projekt in den kommenden Monaten in einer sachlichen Atmosphäre umgesetzt und ausgewertet werden könne. Er verwies in diesem Zusammenhang nochmals darauf, dass es bei der Einrichtung des sogenannten Trinkraumes nicht nur um die Ordnung in der Innenstadt gehe. Wichtig sei auch, den suchtkranken Menschen einen Toleranzraum zu bieten.

Nach Abschluss der Pilotphase soll Mitte kommenden Jahres entschieden werden, ob und wie das Projekt fortgesetzt wird. In diesen Entscheidungsprozess sollen neben Fachmeinungen aus den Bereichen Gesundheit, Soziales und Ordnung auch die politischen Gremien der Stadt einbezogen werden.

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