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Pressemitteilung vom
12. Dezember 2012
Schulsanierung in öffentlich-privater Partnerschaft ist Erfolgsmodell

Kreis Kassel. „Nach Abschluss unserer drei Sanierungspakete an insgesamt 20 Schulen im Landkreis kann ich mit großer Freude berichten, dass unsere positiven Erwartungen voll erfüllt worden sind,“ stellt Landrat Uwe Schmidt bei einem Bilanzpressetermin zum rund 200-Millionen-Euro Schulsanierungsprogramm der Helaba-Tochter OFB und des Landkreises fest. An allen sanierten Schulen seien die Kostenansätze eingehalten „und in vielen Fällen deutlich unterschritten“ worden. Auch die Einbindung der nordhessischen Bauwirtschaft sei mit rund 80 Prozent der vergebenen Aufträge „hervorragend gelungen“. „Für uns hatte das gewählte Modell den Vorteil, dass die notwendigen Sanierungsmaßnahmen schnell, effizient und kostengünstig umgesetzt werden konnten“, so Schmidt weiter.

 

Der Landrat erinnerte daran, dass im Vorfeld einzelne Befürchtungen bestanden hatten, dass die drei großen Sanierungspakete zu Lasten der heimischen Bauindustrie gehen würden. Schmidt: „Aus diesem Grund hatte zum Beispiel die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen gegen das Modell gestimmt – das Ergebnis zeigt, dass die Kritik der Grünen ins Leere gelaufen ist“. Dass alles so gut geklappt habe, sei auch der Professionalität des Projektpartners OFB und der ausführenden Gesellschaft für Projektmanagement Hessen-Thüringen mbH (GHT) zu verdanken. „Die Zusammenarbeit verlief sehr konstruktiv und wir haben gemeinsam mit der GHT alle Probleme, die bei einem so großen Projekt natürlich anfallen, lösen können“, bedankt sich Landrat Schmidt.

 

„Auch für uns war die Schulsanierung im Landkreis Kassel ein besonderes Projekt – sowohl von der Größenordnung wie auch von der Komplexität her“, berichtet Jörg Schaal, Geschäftsführer der GHT. Zwar habe es eine Reihe von ähnlichen baulichen Voraussetzungen an den insgesamt 20 Schulen gegeben – „jede Schule hatte aber auch ihre Besonderheiten, auf die wir und die beauftragten Architekten jeweils eingegangen sind“, so Schaal weiter. Die Zufriedenheit der Schulen, Schüler und Eltern mit den fertiggestellten Bauprojekten zeige, dass die vielen Gespräche und Planabstimmungen nicht umsonst gewesen sind. Schaal: „Für uns ist die Schulsanierung im Landkreis Kassel beispielhaft und wir würden uns freuen, wenn wir auch an anderer Stelle in Deutschland nach diesem Erfolgsmodell arbeiten könnten“. Das Bauen im Bestand habe auch „die eine oder andere Überraschung mit sich gebracht – insbesondere das Thema Schadstoffsanierung habe sich erst nach Beginn der Sanierungsarbeiten in vollem Umfang gestellt“, informiert Schaal.

 

Öffentlich-Private Partnerschaft (ÖPP) bedeutet, dass der Landkreis zusammen mit einem privaten Partner für jedes Sanierungspaket eine Projektgesellschaft gründet, die dann die Baumaßnahmen durchführt. Landrat Schmidt: „Bei zwei Projektgesellschaften waren wir zunächst Juniorpartner, da 94 Prozent der Projektgesellschaft von der OFB-Gruppe getragen wurden.“ Bei der dritten Projektgesellschaft wurden während der Sanierung 100 Prozent der Gesellschaftsanteile von der OFB getragen. Vertragspartner des Landkreises war in allen Fällen die OFB Projektentwicklung GmbH, eine 100%ige Tochtergesellschaft der Landesbank Hessen-Thüringen. In Nordhessen ist die OFB-Gruppe bereits seit längerem mit ihrer Tochtergesellschaft GHT – Gesellschaft für Projektmanagement Hessen-Thüringen mbH vertreten. Nach Abschluss der Sanierung übernahm der Landkreis die Projektanteile entweder ganz oder die Aufteilung veränderte sich so, dass der Kreis jetzt 94 Prozent der Projektgesellschaft besitzt. Für die sanierten Schulen zahlt der Landkreis eine Miete von rund 15 Mio. Euro jährlich. Schmidt: „Da mittlerweile alle Projektgesellschaften mehrheitlich im Besitz des Landkreises sind, zahlen wir die Miete quasi an uns selbst“.

 

Hintergrund:

Das ÖPP-Sanierungsprogramm im Landkreis Kassel umfasste 20 Schulen an 12 Schulstandorten. Im einzelnen handelt es sich um folgende Schulen:

Christine-Brückner-Schule, Bad Emstal (inkl. Grundschule)             7,4 Mio. Euro

Marie-Durand-Schule/Sieburgschule Bad Karlshafen                             14,7 Mio. Euro

Erich-Kästner-Schule Baunatal                                                                    10,1 Mio. Euro

Theodor-Heuss-Schule/Schule am Stadtpark Baunatal                    18 Mio. Euro

Gesamtschule Fuldatal                                                                               7,8 Mio. Euro

Heinrich-Grupe-Schule/Burgbergschule Grebenstein                          8,7 Mio. Euro

Albert-Schweitzer-Schule/Herwig-Blankertz-Schule Hofgeismar            30 Mio. Euro

Gustav-Heinemann-Schule Hofgeismar                                                   12,7 Mio. Euro

Freiherr-vom-Stein-Schule/Lilli-Jahn-Schule Immenhausen                        9,6 Mio. Euro

IGS Kaufungen                                                                                         20 Mio. Euro

Söhre-Schule Lohfelden                                                                               9 Mio. Euro

Wilhelm-Leuschner-Schule, Niestetal                                                        9,9 Mio. Euro

Ahnatalschule, Vellmar                                                                                14,1 Mio. Euro

Herwig-Blankertz-Schule Wolfhagen                                                     16,5 Mio. Euro

Wilhelm-Filchner-Schule, Wolfhagen                                                     12,3 Mio. Euro



Pressekontakt: Pressestelle LANDKREIS KASSEL, Harald Kühlborn



Zu dieser Meldung können wir Ihnen folgende Medien anbieten:


IGS Kaufungen4
Auf den Fotos sieht man die sanierten Schulen in Kaufungen und Lohfelden.


Söhreschule1



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LANDKREIS KASSEL
Pressesprecher
Harald Kühlborn
Wilhelmshöher Allee 19 - 21
34117 Kassel
Tel.: 0561/1003-1506
Fax: 0561/1003-1530
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