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Magdeburg, 17. Dezember 2012
Startschuss für Gewässerausbau in Prester
Neue Baumaßnahme zur Hochwasser-Nachsorge beginnt

Ottostadt Magdeburg.

 

Mit dem symbolischen ersten Spatenstich haben Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper und die Staatssekretärin im Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, Anne-Marie Keding, heute den Startschuss für den Gewässerausbau der Gräben E und F sowie des Prester Verbindungsgrabens gegeben. Insgesamt werden rund 970.000 Euro in diesen Bauabschnitt investiert.

 

„Aus den Ereignissen des Jahrhunderthochwassers 2002 waren Defizite im bestehenden Grabensystem im ostelbischen Prester erkennbar. Um diese Defizite zu beseitigen, wird jetzt mit dem Ausbau der Gräben E, F und des Prester Verbindungsgrabens begonnen“, kommentiert Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper den Baustart. „Mit der Umsetzung der Baumaßnahme kann die Oberflächenentwässerung für das Stadtgebiet Prester deutlich verbessert werden.“

 

Der Ausbau erfolgt durch den zuständigen Unterhaltungsverband Ehle/Ihle.Nach Abschluss der Baumaßnahme kann sowohl die Vernässung privaten und öffentlichen Eigentums als auch bei landwirtschaftlich, gewerblich und industriell genutzten Flächen erheblich minimiert werden. So kann das Grundwasserniveau schneller wieder erreicht werden und durch den gezielten Wasserabfluss aus dem Gebiet wird es zukünftig nicht mehr zu einer Grundwasseranreicherung kommen. Die hydraulische Gesamtsituation des Polders wird durch diese Maßnahme erheblich entspannt.

 

Das Bauvolumen der Maßnahmen in diesem ersten Abschnitt beträgt 970.000 Euro. Es umfasst den Ausbau des Grabens E am Klusdamm bis zum Anschluss an den Graben G. Die Maßnahmen zur besseren Entwässerung Ostelbiens sollen im nächsten Jahr mit dem Ausbau weiterer Gräben in Neugrüneberg und Puppendorf fortgesetzt werden. Dafür werden Fördermittelanträge gestellt. Eine Verbindung des gesamten Systems wird erst mit Abschluss des Ausbaus der Furtlake im Biederitzer Busch und der Errichtung eines neuen Auslassbauwerks erfolgen.

 

 

Hintergrund zur Hochwasser-Nachsorge

 

Während die Hochwasservorsorge – die Ertüchtigung der Deiche und Schutzanlagen – in die Zuständigkeit des Landes fällt, ist die Landeshauptstadt Magdeburg für die Hochwasser-Nachsorge zuständig. Ein Schwerpunkt ist dabei die Entwässerung der ostelbischen Stadtgebiete, wo durch hohe Grundwasserstände und Poldersituationen bei Hochwasser anhaltende Vernässungen auftreten, die privates und öffentliches Eigentum gefährden.

 

Eigens hierfür wurde ein Konzept entwickelt und die ersten Maßnahmen bereits umgesetzt, wie zum Beispiel der Ausbau des Grabensystems in Pechau (2006) und der Neubau des Zipkeleber Siels (2007) durch den Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft. Der Ausbau des Furtlakengrabensystems wird ein weiterer wichtiger Baustein sein. Insgesamt werden 12 Millionen Euro in die Hochwasser-Nachsorge investiert.

 

Ein weiterer Schwerpunkt der Hochwasser-Nachsorge ist die Verbesserung der Erreichbarkeit der Deiche, damit in Gefahrensituationen Menschen und Material schnell an den Deich gebracht werden können. In den vergangenen Jahren wurden insgesamt neun Deichwege ausgebaut oder neu angelegt. Die Deichverteidigung ist somit deutlich einfacher geworden.

 



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Stadt Magdeburg
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