07. Januar 2013. „(Sehr) Spätbarockes“ bringen Dozentinnen und Dozenten der Musikakademie der Stadt Kassel „Louis Spohr“ in einem Kammerkonzert am Montag, 21. Januar, um 19 Uhr im Saal der Musikakademie, Karlsplatz 7, zu Gehör. Angela Hug (Blockflöten), Susanne Berendes (Violine), Peter Gries (Viola) und Johannes Weber (Violoncello) spielen Werke aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Seinen Einstand am Cembalo und an der Truhenorgel gibt zudem Reinhard Ardelt, neuer Dozent für Musiktheorie und Hörerziehung an der Musikakademie.
Zu hören sind Kompositionen von Georg Friedrich Händel, Georg Philipp Telemann sowie Johann Sebastian Bach, die noch ganz im Geist des Barocks angelegt sind, aber auch Werke von Christoph Graupner und Carl Philipp Emanuel Bach, in denen der Stilwandel der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts bereits zu erkennen ist. Dabei kommen teilweise sehr ungewöhnliche Besetzungen auf die Bühne, wie im Trio F-Dur für Bassblockflöte, Viola und Basso continuo des ältesten Bach-Sohnes.
Der Eintritt zum Kammerkonzert beträgt 7 Euro (ermäßigt 4 Euro für Schüler, Studierende und Schwerbehinderte gegen Vorlage eine entsprechenden Ausweises).
Der Kartenverkauf erfolgt an der Abendkasse – Reservierungen telefonisch unter 0561 /41065, per Fax unter 0561/41066 oder per E-Mail unter musikakademie@stadt-kassel.de.
Vorstellung der teilnehmenden Dozentinnen und Dozenten:
Angela Hug: Seit Beginn ihrer Lehrtätigkeit steht der anspruchsvolle Einzelunterricht für Erwachsene im Mittelpunkt. Die pädagogische Praxis umfasst nicht nur die Ausbildung von Musikstudenten, sondern auch Veranstaltungen zur Weiterbildung für Musikschullehrer und Schulmusiker sowie Instrumental- und Kammermusikkurse für Laien. Ihre Ausbildung erhielt Angela Hug an der Musikhochschule Köln bei Prof. Günter Höller, sie beendete das Studium mit der Staatlichen Musiklehrerprüfung (1978) und dem Künstlerischen Diplom (1979). Vor Beginn der Lehrtätigkeit an der Musikakademie Kassel im Jahr 1987 war Angela Hug studentische Hilfskraft für Blockflöte an der Musikhochschule Köln, Lehrkraft für Blockflöte an der Musikschule Bergisch-Gladbach und von 1980 bis 1987 Dozentin am Peter-Cornelius-Konservatorium Mainz sowie am Fachbereich Musik der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz (heute Musikhochschule Mainz).
Die barocke Kammermusik des 17. und 18. Jahrhunderts mit besonderem Schwerpunkt auf Aufführungen von Werken weniger bekannter Komponisten wie Dario Castello und Pierre Philidor steht im Zentrum ihres Interesses. Als Mitglied der Ensembles „La Capriola“ und „Il pomo d´oro“ konzertierte Angela Hug unter anderem bei den Bad Krozinger Schlosskonzerten, in Tschechien im Kloster Kuks und der Stadtkirche Vrchlabi, den Marburger Schlosskonzerten und den Tagen Alter Musik Kassel. Daneben gehören die Partien von Orchester- und Chorwerken des Barock (Brandenburgische Konzerte, Marienvesper etc.) zum Repertoire und auch bei Aufführungen zeitgenössischer Musik wirkt Angela Hug als Solistin und im Ensemble mit. In Kassel zählt sie zu den Gründungsmitgliedern von „cavata cassel“, dem Verein zur Förderung Alter Musik.
Susanne Berendes: Sie wurde in Karlsruhe geboren. Ersten Geigenunterricht erhielt sie am Badischen Konservatorium. Sie studierte Instrumentalpädagogik an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf. Weiterführende Studien folgten an der Hochschule Mozarteum Salzburg. Abschluss dort 1991 mit dem Großen Diplom im Konzertfach Violine. Von 1985 bis 1987 war Berendes Mitglied der Jungen Deutschen Philharmonie. Von 1991 bis 1993 war sie beim Württembergischen Staatsorchester Stuttgart unter Vertrag. Seit 1993 ist sie erste Violinistin am Staatstheater Kassel. Von 1995 bis 2005 war sie zweite Geigerin des Spohr-Quartetts Kassel. Pädagogische Fortbildungen erfolgten u. a. in der Rolland-Methode bei Sheila Nelson und Alexandertechnik für Instrumentallehrer bei Ineke de Jongh. Susanne Berendes ist Mitglied der ESTA.
Peter Gries: geboren 1971 in Gummersbach / NRW; Jungstudium in Köln (bei Berta Volmer), Studium Musik und Französisch in Köln, Orchestermusik in Paris und Mannheim (bei Susanne Rabenschlag), Aufbaustudium in Rostock (bei Karin Wolf); Promotion im Fach „Musikpädagogik“ in Berlin (bei Christoph Richter); Unterrichtstätigkeit an den Musikschulen Wiehl und Bergneustadt / NRW, Fachbereichsleiter am Heinrich-Schütz-Konservatorium Dresden und stellvertretender Direktor des Badischen Konservatoriums Karlsruhe; Lehrbeauftragter der Musikhochschule Münster; seit 2010 Direktor der Musikakademie der Stadt Kassel „Louis Spohr“.
Johannes Berengar Weber: Er spielte zunächst Schlagzeug und Klavier, bevor er sich dem Cello zuwandte. Weber studierte Orchestermusik mit Hauptfach Violoncello und Nebenfach Gesang an der HfM "Hanns Eisler“ Berlin und der HfMDK Frankfurt/M bei Michael Sanderling und Daniel Robert Graf. Zusätzliche Impulse erhielt er auf zahlreichen Kursen, z.B. von Wolfgang Böttcher, Uzi Wiesel, Heinrich Schiff, David Geringas und Janos Starker. Bereits während des Studiums beschäftigte er sich intensiv mit unterschiedlichen Körperarbeiten und deren Einfluss auf das Musizieren und Unterrichten. Nach dem Diplom absolvierte er die dreijährige Ausbildung zum Lehrer für Alexander-Technik (ATVD) an der Alexander-Technik-Schule Berlin bei Jörg Aßhoff. Erste berufliche Erfahrungen sammelte er als studentische Aushilfe im Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin sowie als Honorarlehrkraft an der Musikschule Kriftel.
Neben seiner Tätigkeit an der Musikakademie unterrichtet er Violoncello und Alexander-Technik für Musiker in Berlin und Kassel. Schwerpunkte seiner Arbeit auch auf Fortbildungen für Instrumentallehrer sind Bewegungseffizienz, mentales Üben und Auftrittsvorbereitung. Seit langem gilt sein Interesse auch der historischen Aufführungspraxis - so nahm er mit einem Trio in der Wertung „Alte Musik“ am Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ teil und trat mit dem Collegium Carthusianum auf dem Festival "La Folle Journée" in Lissabon und Nantes auf.Er ist Mitglied im Alexander-Technik-Verband Deutschland, dem Deutschen Tonkünstlerverband und der Deutschen Gesellschaft für Musikphysiologie und Musikermedizin.
Reinhard Ardelt: Er studierte an den Musikhochschulen in Dortmund und Saarbrücken Kirchenmusik, Musiktheorie und Gehörbildung (Orgel bei Daniel Roth, Cembalo/Generalbaß/Kammermusik bei Gerald Hambitzer, Musiktheorie bei Theo Brandmüller, Gehörbildung bei Thomas Krämer). Als Organist absolvierte er weitere Orgelstudien bei Norbert Petry am Conservatoire Metz im "Département de Musique Ancienne" und Meisterkurse bei Klaus Martin Ziegler, Olivier Latry, Harald Feller, Egidius Doll und Jesper Christensen. Neben seiner Tätigkeit in Kassel unterrichtet Reinhard Ardelt Musiktheorie und Gehörbildung im Lehrauftrag an der Hochschule für Musik Saar (Saarbrücken) sowie in der Kirchenmusik-C-Ausbildung der saarländischen evangelischen Kirchenkreise. Von 1998 bis 2012 hatte er einen weiteren Lehrauftrag an der Hochschule für Musik und Tanz Köln. Daneben unterrichtet er in Saarbrücken freiberuflich Orgelliteraturspiel und -Improvisation.
Seine besondere Aufmerksamkeit gilt dabei der Orgelimprovisation bzw. dem Liturgischen Orgelspiel und seiner Didaktik; hierin können sich seine künstlerischen, musiktheoretischen und pädagogischen Interessen eng miteinander verbinden. Seit 1992 ist Reinhard Ardelt Kirchenmusiker an der Ev. Versöhnungskirche Völklingen (Saar). Sein pädagogisches Wirken wird hier ergänzt durch eine vielseitige Konzerttätigkeit als Organist, Cembalist und Chorleiter. Besonders gern spielt er Orgel-Kammermusik; viele romantische und moderne Werke für Violine und Orgel, Gesang und Orgel und andere Kombinationen gehören zu seinem Repertoire. Als Continuo-Organist oder -Cembalist war er an Rundfunk- und CD-Aufnahmen beteiligt. Er ist Cembalist des Saarländischen Barockensembles, in dem überwiegend Musiker des Saarländischen Staatsorchesters auf historischen Instrumenten musizieren.
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