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Magdeburg, 10. Januar 2013
Oberbürgermeister Dr. Trümper ruft zum Gedenken auf
68. Jahrestag der Zerstörung Magdeburgs 1945

Ottostadt Magdeburg.

 

Am kommenden Mittwoch jährt sich zum 68. Mal der Tag, an dem Magdeburg 1945 – wenige Wochen vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges – in Schutt und Asche fiel. Der 16. Januar ist deshalb bis heute für die Magdeburgerinnen und Magdeburger ein Tag der Trauer und des Andenkens an die Opfer von Krieg und Gewalt. Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper ruft die Bürgerinnen und Bürger der Stadt auf, sich am kommenden Mittwoch um 15.00 Uhr auf dem Westfriedhof dem Gedenken an die Zerstörung der Stadt anzuschließen.

 

„Alljährlich erinnern wir uns an den Gräbern der Männer, Frauen und Kinder auf dem Magdeburger Westfriedhof an die Zerstörung unserer Stadt und an das Leid, das den Überlebenden zugefügt wurde“, erklärt dazu Magdeburgs Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper.

 

„Krieg und Gewalt haben den Menschen immer schon Unglück und Verderben gebracht. Der 16. Januar ist uns deshalb auch in diesem Jahr Anlass, für ein Miteinander in Frieden und gegenseitiger Achtung zu werben. Im Gedenken an die Toten dürfen wir nicht vergessen, dass der Zweite Weltkrieg von deutschem Boden ausging. Der Krieg kam nach Deutschland zurück. Magdeburg teilt das Schicksal vieler Städte, die schwer zerstört wurden und in denen Tausende Menschen ihr Leben verloren.

 

Daran wollen wir uns gemeinsam bei der zentralen Gedenkfeier für die Opfer der Zerstörung unserer Stadt am 16. Januar 1945 erinnern. Ich lade alle Magdeburgerinnen und Magdeburger ein, mit ihrer Teilnahme an dieser Gedenkfeier am kommenden Mittwoch um 15.00 Uhr auf dem Westfriedhof die Erinnerung an das unermessliche Leid und die schweren Verluste, die unsere Stadt vor 68 Jahren hinnehmen musste, wach zu halten.

 

Unser Erinnern ist getragen von dem Willen, uns für eine friedliche Welt einzusetzen. Wir müssen Demokratie und Menschenrechte stärken und dürfen Hass und Gewalt keine Chance geben. Ich bitte Sie, dieses Anliegen zu unterstützen und Gesicht zu zeigen – mit Ihrer Teilnahme an der Gedenkveranstaltung auf dem Westfriedhof und mit Ihrem Besuch der „Meile der Demokratie“ am kommenden Samstag von 12.00 bis 18.00 Uhr auf dem Breiten Weg im Herzen unserer Stadt. Dort erwartet Sie ein buntes Programm mit Musik, Theater, Sport und Spiel für die ganze Familie sowie Diskussionen und Talks auf drei Bühnen und an zahlreichen Aktionsständen.“   

 

 

Gedenkveranstaltung zum 68. Jahrestag der Zerstörung Magdeburgs

16. Januar 2011, 15:00 Uhr, Gedenkstätte Westfriedhof

 

 

Ort:                 Gedenkstätte für die Opfer des Luftangriffes vom 16.Januar 1945 –

Westfriedhof

Treffpunkt:      Kapelle

Uhrzeit:           15:00 Uhr

 

Ablauf (Treffpunkt: Kapelle)

15:00 Uhr        gemeinsamer Gang aller Teilnehmer in Richtung Gedenkstätte für die Opfer des Luftangriffes vom 16. Januar 1945

 

Am Rondell am Kastanienweg vor den Soldatengräbern des 2. Weltkrieges werden die Kränze aufgenommen.

 

Danach erfolgt der Schweigemarsch zur Gedenkstätte.

 

ca. 15:10 Uhr  Ablegen der Kränze

                        Bläserstück

Ansprache                 Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper

                        Bläserstück   

Totengedenken       Dieter Steinecke

Vorsitzender des Volksbundes Deutsche

Kriegsgräberfürsorge, Landesverband Sachsen-Anhalt

Schweigeminute

Gebet                         Superintendent Michael Seils

Bläserstück

ca. 15:45 Uhr  Ende der Veranstaltung

 

 

Gedenkveranstaltungen am Abend

Am Abend des 16. Januar finden traditionell zahlreiche Veranstaltungen zum Gedenken an die Zerstörung Magdeburgs am Ende des Zweiten Weltkrieges statt.

 

 

Gedenkkonzert im Kloster Unser Lieben Frauen

Um 20.15 Uhr  wird der Zerstörung der Stadt im Kloster Unser Lieben Frauen mit einem Orgelkonzert und anschließendem Glockenläuten gedacht. Titularorganist Arvid Gast spielt ein besinnliches Programm mit Werken von Johann Sebastian Bach: u.a. erklingen Praeludium und Fuge h-Moll BWV 544, die Sonate in C BWV 529 sowie aus "Sechs Choräle von verschiedener Art" : Wachet auf, ruft uns die Stimme", "Wo soll ich fliehen hin", "Meine Seele erhebt den Herren", "Kommst du nun, Jesu, vom Himmel herunter". Um 21.28 Uhr werden die Glocken des Klosters geläutet.

 

Tickets an den Vorverkaufsstellen magdeburg ticket, Volksstimme Service-Center oder im Kartenhaus im Allee-Center.

Reservierungen unter 0175/55 384 57 und über www.gesellschaftshaus-magdeburg.de

 

 

Gedenkkonzert im Opernhaus

Unter dem Motto »Für eine friedliche Welt« findet um 20:00 Uhr auf der Bühne des Operhauses ein weiteres Gedenkkonzert statt. Zur Aufführung kommtLudwig van Beethovens Sinfonie Nr. 9 d-Moll op. 125 (mit dem Schlusschor nach Schillers »Ode an die Freude«). Mitwirkende sind: Hale Soner – Sopran, Lucia Cervoni (Alt), Andreas Früh (Tenor), Kartal Karagedik (Bass), der Magdeburger Opernchor und dieMagdeburger Singakademie und die Magdeburgische Philharmonie unter Leitung von Generalmusikdirektor Kimbo Ishii-Eto.

 

Das Konzert am 16. Jan. ist bereits ausverkauft. Es wird am Sonntag, den 20. Jan. um 16.00 Uhr wiederholt, für dieses Sonderkonzert sind noch Karten erhältlich.

 

 

Forum Gestaltung, Brandenburger Straße

„andacht denken“ - der Titel der aktuellen Ausstellung mit Werken von Wieland Schmiedel könnte leitgedanklich auch die Konzerte durchziehen, mit denen das Forum Gestaltung jährlich an die Zerstörungen Magdeburgs von 1631 und 1945 erinnert. Wieland Schmiedel schuf zudem die große Memorialanlage auf dem Westfriedhof zum Gedenken an die Opfer vom 16. Januar 1945, so dass Kunst und Künstler in absichtsvolle Nähe treten können zum Improvisationskonzert für Saxofon und Schlagwerk, das Warnfried Altmann und Hermann Naehring vor einer aus Originalmaterial zusammengestellten Film-Text-Collage am eben jenem 16. Januar um 19.30 Uhr zur Aufführung bringen.

 

In diesem Jahr sind dem Konzert kurze Texte von Georg Kaiser vorangestellt, die der Dichter 1936 für illegale Flugblätter verfasste: volksmundschlau und angemessen derb deshalb und gefährlich. Vorgeführt und entlarvt wurden „Batzenschwein“ und „Afterseher“,„Scheißhuhn“ und „-hund“, „Gashahn“ und „Mistbock“, der „Kaulb...“ und viele andere „Ärsche“ der „Gasgesellschaft“, die einen unerträglichen Gestank verursachten, was deutlich zu machen damals nicht leicht war - noch dazu in olympisch parfürmierter Luft.

 

Angesichts braunsumpfiger Zumutungen sind die Blätter Ansporn und Stachel auch für die Gegenwart. Die Deutungshoheit über historische Ereignisse darf nicht jenen überlassen werden, die jedes Jahr schamloser unschuldige Opfer instrumentalisieren für die Sanktionierung sehr schuldiger Täter.



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Stadt Magdeburg
Frau Dr. Cornelia Poenicke
Büro des Oberbürgermeisters
Teamleiter Öffentlichkeitsarbeit und Bürgeranliegen, Pressesprecherin
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